Ärztemangel! Kinder-Intensivstation im Uniklinikum Magdeburg macht dicht

Magdeburg - Seit Anfang Februar nimmt die Kinderintensivstation in der Magdeburger Uniklinik schon keine Patienten mehr auf. Wann wird die Station wieder freigegeben? Das weiß das Klinikum selbst nicht so recht.

Die Kinderintensivstation in der Magdeburger Uniklinik musste im Februar schließen. Die Zukunft ist ungewiss. (Symbolbild)
Die Kinderintensivstation in der Magdeburger Uniklinik musste im Februar schließen. Die Zukunft ist ungewiss. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Bis einschließlich 2. Februar arbeitete auf der Kinderintensivstation der Klinik nur noch eine einzelne Medizinerin, die den Betrieb am Laufen hielt. Nun hat sie sich krankgemeldet, seitdem ist die ganze Station dicht, das schreibt MDR Sachsen-Anhalt.

Öffentlich bekannt gegeben wurde dies allerdings nicht: Erst, als besorgte Eltern vor den verschlossenen Türen standen, fiel die Schließung auf. Aufgrund der Schließung müssen nun jene kleinen Patienten, die eine intensivmedizinische Versorgung benötigen würden, in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.

Meistens ist die erste Anlaufstelle das Klinikum in Halle. Wenn es da aber nicht klappt, werden andere Einrichtungen abtelefoniert, bis Kapazität gefunden werden kann.

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Doch das ist leichter gesagt als getan, immerhin leiden die meisten Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt unter Personalmangel.

Wiedereröffnung der Station steht in den Sternen

Kinder, die intensivmedizinische Versorgung benötigen, müssen derzeit in anderen Krankenhäusern betreut werden.
Kinder, die intensivmedizinische Versorgung benötigen, müssen derzeit in anderen Krankenhäusern betreut werden.  © Christoph Soeder/dpa

Wann genau die Station für Kinderintensivmedizin wieder geöffnet werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar.

Laut MDR hatte Gesundheitsminister Petra Grimm-Benne (60, SPD) aber zuletzt bekannt gegeben, dass trotz allem die Versorgung für Kinder im Uniklinikum gesichert sei. Ein sogenanntes Versorgungsproblem gebe es nicht, das bestätigte auch ein Sprecher der Uniklinik. Darüber hinaus hieß es, dass abgesehen von der fehlenden Ärztin die Personalsituation den Umständen entsprechend in Ordnung sei.

Die Uniklinik Magdeburg war ein wichtiger Versorger für Intensivmedizin bei Kindern. Acht bis zehn Betten konnte die Station belegen.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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