Das Gleiche wie beim City Tunnel? Strombrückenzug wird immer teurer

Magdeburg - Die Umbauarbeiten am Strombrückenzug gehen gerade in die heiße Phase - immerhin sollen schon im Dezember die ersten Autos rollen. Doch nun gab die Stadt bekannt, dass inzwischen einige Millionen mehr nötig sind.

Zu Weihnachten soll sie fertig sein: die neue Pylonbrücke, die auf dem Werder über die Alte Elbe verläuft.
Zu Weihnachten soll sie fertig sein: die neue Pylonbrücke, die auf dem Werder über die Alte Elbe verläuft.  © Landeshauptstadt Magdeburg, Franziska Ducklaus

Die Gesamtkosten des Riesen-Bauprojekts am Werder sollen sich von bisher 189 Millionen auf nun knapp 207 Millionen Euro erhöhen - davon sollen 198 Millionen aus Fördermitteln stammen.

Zum Vergleich: Der umstrittene City-Tunnel hatte die Stadt insgesamt 210 Millionen Euro gekostet.

Der Bau sei nun weit genug vorangeschritten, sodass eine genaue Baudiagnose möglich war - und die prophezeite, dass das bisherige Budget um 18 Millionen Euro angehoben werden müsse, teilte die Stadt Magdeburg am gestrigen Dienstag mit.

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Grund für den Extra-Batzen Geld: Die Kosten für Baustoffe und sonstige Materialien seien durch Pandemie und Ukraine-Krieg stark gestiegen, außerdem wurde der Baustart nach hinten verschoben, was das Projekt auch um einige Monate verlängern würde.

Laut der Mitteilung hätte der Verzug unter anderem mit "unvorhersehbaren Ereignissen" zu tun gehabt, aber auch mit dem unsteten Untergrund und einem zu hohen Pegelstand der Alten Elbe.

Oberbürgermeisterin Simone Borris (60, parteilos) hatte bei dem feierlichen Anschluss der Pylonbrücke erklärt, dass spätestens zu Weihnachten die ersten Autos über die Kaiser-Otto-Brücke fahren sollen. Ob an diesem Zeitplan weiterhin festgehalten werden kann, wurde nicht mitgeteilt.

Der Stadtrat wird voraussichtlich am 14. September über die Beschlussvorlage der Verwaltung entscheiden. Danach könne sich auf Erhöhung der Fördermittel beworben werden.

Titelfoto: Landeshauptstadt Magdeburg, Franziska Ducklaus

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