Kinderintensiv-Station in Magdeburg dichtgemacht: Ende nicht absehbar

Magdeburg - Die Wiederaufnahme des Betriebs der Kinderintensivstation am Magdeburger Universitätsklinikum ist "derzeit nicht absehbar".

Die Kinderintensivstation in der Magdeburger Uniklinik bleibt bis auf Weiteres geschlossen. (Symbolbild)
Die Kinderintensivstation in der Magdeburger Uniklinik bleibt bis auf Weiteres geschlossen. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Das teilte die Uniklinik auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Erst wenn der personelle Engpass behoben wurde, kann ein Weiterbetrieb der Kinderintensivstation erfolgen."

Die Kinderintensivstation war Anfang Februar vorübergehend geschlossen worden. Es fehlen Kinderintensivmediziner. "Es mussten insgesamt 13 Kinder in andere Kliniken verlegt werden", sagte eine Sprecherin der Uniklinik.

Es werde mindestens ein Arzt oder eine Ärztin benötigt, um wieder öffnen zu können. Man arbeite unter anderem mit Headhuntern und externen Personalrecruitern zusammen, um Personal zu finden.

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Die medizinische Versorgung wird durch andere Krankenhäuser sichergestellt, unter anderem das Universitätsklinikum Halle.

Roland Haase von der dortigen Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin sagte am Donnerstag, man stelle eine telemedizinische Infrastruktur zur Verfügung, um die Uniklinik Magdeburg zu unterstützen und eine bestmögliche intensivmedizinische Behandlung für die jungen Patientinnen und Patienten sicherzustellen.

Minister Willingmann: Schließung "unschön", aber normal

"Ergänzend dazu konnten bisher 18 Kinder aus dem eigentlichen Einzugsgebiet des Universitätsklinikums Magdeburg durch die Universitätsmedizin Halle intensivmedizinisch versorgt werden." Möglich gemacht habe dies auch die enge Kooperation mit anderen Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt.

Wissenschaftsminister Armin Willingmann (60, SPD) hatte die vorübergehende Schließung der Kinderintensivstation am Magdeburger Universitätsklinikum im Februar als "unschön" bezeichnet. Eine vorübergehende Schließung sei aber ein normaler Vorgang, wenn zu wenig Personal da sei.

Der SPD-Politiker ist Vorsitzender des Aufsichtsrats des Uniklinikums.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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