Kippen, Hundehaufen und Co.: Magdeburg verdoppelt Bußgelder
Magdeburg – Wer in Magdeburg seinen Müll einfach auf die Straße wirft oder den Hundehaufen seines Vierbeiners liegen lässt, muss künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Wie die "Volksstimme" berichtet, hat die Stadt die Verwarn- und Bußgelder für solche Verstöße verdoppelt. Statt bislang 20 bis 55 Euro werden bei fahrlässigem Verhalten nun 40 bis 110 Euro fällig. Wer vorsätzlich handelt, muss sogar mit noch höheren Beträgen rechnen.
Hintergrund sind seit Längerem geführte Diskussionen über die Sauberkeit im Stadtgebiet. Im Stadtrat war zuletzt gefordert worden, härter gegen achtlos weggeworfenen Kleinstmüll und nicht beseitigten Hundekot vorzugehen.
Die Kontrolle bereitet jedoch ein Problem, heißt es in dem Medienbericht. Nach Angaben des Ordnungsbeigeordneten Ronni Krug fehlt es an Personal, um solche Verstöße flächendeckend zu verfolgen.
Gerade Hundebesitzer auf frischer Tat zu erwischen, sei schwierig. Viele Hinterlassenschaften werden vor allem dann liegen gelassen, wenn keine Zeugen in der Nähe seien.
Deshalb führt das Ordnungsamt immer wieder Schwerpunktkontrollen durch. Dabei wird unter anderem geprüft, ob Hunde angeleint sind, die Hundesteuer bezahlt wurde und Halter Kotbeutel dabeihaben.
Eine noch strengere Regel wie in der Schweizer Gemeinde Chiasso, wo Hundehalter inzwischen sogar Urin ihrer Tiere mit Wasser wegspülen sollen, hält Krug für Magdeburg dagegen nicht für sinnvoll. "Man kann eine kleine Schweizer Gemeinde nicht mit einer großen Stadt wie Magdeburg vergleichen. Mir ist auch keine große Stadt in Deutschland bekannt, in der so etwas eingeführt wurde", wird Krug zitiert.
Für Magdeburger Müll- und Hundekot-Sünder gilt damit aber schon jetzt: Wer erwischt wird, zahlt deutlich mehr als bisher.
Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa
