Anders als in Heidenau: Magdeburg plant Verlegung von 19 neuen Stolpersteinen
Von Sebastian Münster
Magdeburg - Die Stadt Magdeburg plant die Verlegung von insgesamt 19 neuen Stolpersteinen zum Gedenken an die Oper des NS-Terrors.
Demnach werden am 15. Oktober zunächst 15 der mit Messingtafeln besetzten Pflastersteine verlegt, heißt es in einer Mitteilung. Am 20. Oktober folgen vier weitere.
Zur Verlegung der Stolpersteine werden Angehörige der Ermordeten und Verfolgten aus Deutschland und den USA anreisen. Verantwortlich für die Organisation ist die städtische Arbeitsgruppe "Stolpersteine für Magdeburg".
In Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt werden damit bereits zum 48. und 49. Mal Stolpersteine verlegt. Insgesamt gibt es bislang 909 Stolpersteine in der Stadt. Die meisten von ihnen erinnern an jüdische Opfer von NS-Verfolgung.
Im sächsischen Heidenau bei Dresden hatte eine Entscheidung des Stadtrats zum Thema Stolpersteine zuletzt bundesweit für Kritik und Diskussionen gesorgt: Das Kommunalparlament hatte Ende September auf Antrag von AfD und CDU mehrheitlich entschieden, keine Stolpersteine mehr im öffentlichen Straßenraum zu verlegen.
Auch in München werden nach einem Stadtratsbeschluss Stolpersteine nicht auf städtischem Grund verlegt. Die Erinnerungsform der Stolpersteine gibt es bereits seit den 90er Jahren und in vielen europäischen Ländern.
Die in der Regel spendenfinanzierten kleinen Steine werden am letzten bekannten Wohn- oder Wirkungsort von Opfern des Nationalsozialismus verlegt - deren Namen und Lebensdaten stehen auf einer Messingplatte auf der Oberseite der Steine.
Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
