Ministerpräsident Schulze: AfD im Amt wäre "absolute Katastrophe"

Von Inga Jahn

Wittenberg - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) gibt auch derzeitigen Verantwortungsträgern Schuld an den hohen Umfragewerten der AfD.

Bei der Infrastrukturkonferenz traf Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (M., 46, CDU) auf seine Amtskollegen aus Thüringen und Brandenburg.
Bei der Infrastrukturkonferenz traf Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (M., 46, CDU) auf seine Amtskollegen aus Thüringen und Brandenburg.  © David Hammersen/dpa

"Wir haben gerade auch in Ostdeutschland nicht diese Ergebnisse dieser einen Partei, die hier als Elefant im Raum steht, weil man denen zutraut, die können das alles besser. Sondern, weil man eher das Gefühl hat, dass die, die die Verantwortung tragen, vielleicht nicht alles richtig machen", sagte der CDU-Politiker während der Infrastrukturkonferenz in Lutherstadt Wittenberg.

Bekäme die AfD Verantwortung, sei das "für Sachsen-Anhalt die absolute Katastrophe", so Schulze.

Das Wahlprogramm der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt beinhalte keine Innovation, keine Idee für das Land, "sondern nur Destruktivität", sagte der Ministerpräsident.

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"Anschlussfähigkeit geht komplett verloren, jede Investition würde komplett an Sachsen-Anhalt vorbeigehen."

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Sven Schulze hatte Ende Januar das Amt des Ministerpräsidenten übernommen, um als solcher wiedergewählt zu werden. Für die AfD tritt Ulrich Siegmund (35) als Spitzenkandidat an.

In Wahlumfragen liegt die vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD deutlich vor der CDU, die AfD strebt eine Alleinregierung an.

Titelfoto: David Hammersen/dpa

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