34-Jähriger stirbt nach Festnahme in München: LKA ermittelt

Von Frederick Mersi

München - Ein Mann ist in München nach seiner Festnahme durch die Polizei gestorben. Die Beamten seien am Sonntagnachmittag gerufen worden, weil der 34-Jährige laut schreiend auf der Straße unterwegs gewesen sei, teilte die Polizei mit.

Die Polizei wollte einen Mann (34) vorläufig festnehmen, da wird dieser plötzlich bewusstlos. (Symbolfoto)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Als die erste Streife ankam, sei der Mann auf ein heranfahrendes Auto zugelaufen und habe sich am Wagen festgehalten. Dann habe er einem Beifahrer im Auto mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Als die Beamten ihn daraufhin vorläufig festnehmen wollten, habe der Mann erheblichen Widerstand geleistet, teilte die Polizei mit. Zwei Polizisten seien verletzt worden.

Schließlich sei der polizeibekannte 34-Jährige, der in München wohnt, auch mithilfe unbeteiligter Passanten festgenommen worden. Dabei habe er das Bewusstsein verloren.

München Crime 1860-Fans randalieren in Zug? Bundespolizei lässt ICE anhalten

Die Polizisten hätten umgehend mit der Reanimation des Mannes begonnen, später hätten Rettungskräfte diese fortgeführt.

Der 34-Jährige sei aber am späten Abend in einem Krankenhaus gestorben. 

Anzeige

Landeskriminalamt ermittelt zum Verhalten der Polizisten

Das Bayerische Landeskriminalamt prüfe jetzt, ob die Polizisten rechtmäßig unmittelbaren Zwang anwendeten. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I betonte, man führe derzeit keine Ermittlungen gegen an dem Vorfall beteiligte Polizeibeamte.

Das Todesermittlungsverfahren richte sich "gegen unbekannt" und diene der näheren Aufklärung der Todesumstände.

Mehr zum Thema München Crime: