Mysteriöser Angriff auf Paar: Frauenleiche liegt in Bach, Mann gefesselt in München

Bruckmühl/München - Ein 42-jähriger Münchner soll eine 71-Jährige in Oberbayern getötet haben. In der Münchner Wohnung des Mannes entdeckt die Polizei den gefesselten Ex-Mann der Toten. Eine Soko soll nun die Zusammenhänge klären.

Die Polizei entdeckte die Leiche einer Frau in Bruckmühl. (Symbolbild)
Die Polizei entdeckte die Leiche einer Frau in Bruckmühl. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wie die Polizei mitteilte, kam es am Samstag zu einem Großeinsatz im Kreis Rosenheim. Zuvor waren die Ermittler darauf aufmerksam gemacht worden, dass bei einem 82-jährigen Deutschen und dessen früherer Partnerin, einer 71-jährigen Chinesin, etwas nicht stimmen würde. Das Paar wohnte zusammen in Bruckmühl.

Da die Polizei von einer möglichen Gefährdung ausging, untersuchten Spezialkräfte das Haus am Abend, trafen die Bewohner jedoch nicht an. Wenig später wurde in einem angrenzenden Bach die Leiche der Frau entdeckt. Sie kam gewaltsam zu Tode, so die Polizei. Von dem 82-Jährige fehlte zunächst jede Spur.

Noch in der Nacht wurde die Sonderkommission "Bach" eingerichtet. Ermittlungen der Kripo Rosenheim brachten die Polizei auf die Spur eines 42-Jährigen aus München.

Polizisten entdecken gefesselten Vermissten in Münchner Wohnung

Die Polizei durchsuchte eine Münchner Wohnung und entdeckte dort den Vermissten. (Symbolbild)
Die Polizei durchsuchte eine Münchner Wohnung und entdeckte dort den Vermissten. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Die Beamten konnten nicht ausschließen, dass sich der vermisste Rentner in der Gewalt des Mannes befand. Und tatsächlich: Als die Münchner Wohnung am Sonntagabend durchsucht wurde, lag dort der gefesselte 82-Jährige.

Er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte befindet er sich derzeit in einem stabilen Gesundheitszustand.

Inzwischen kam der 42-Jährige vor den Haftrichter. Er steht im Verdacht, die Frau getötet zu haben. Seit Montag sitzt er in Untersuchungshaft.

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Die Ermittlungen zu den Zusammenhängen und den Hintergründen der Taten dauern an. Es müssen zahlreiche Spuren ausgewertet und Zeugen befragt werden, so die Polizei.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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