Nach monatelanger Jagd: Serieneinbrecher in München gefasst
Von Roland Beck
München - Die Münchner Kriminalpolizei hat eine Einbruchsserie in der bayerischen Landeshauptstadt aufgeklärt.
In der Nacht zum Dienstag nahmen Zivilbeamte im Stadtteil Ludwigsvorstadt einen 42-Jährigen fest. Wie die Polizei mitteilte, sei der Tatverdächtige kurz nach Mitternacht in der Schwanthalerstraße von den Polizisten erkannt worden.
Gegen den Deutschen, der ohne festen Wohnsitz ist, habe bereits ein Untersuchungshaftbefehl vorgelegen.
Die Polizei hatte zuvor intensive Ermittlungen durchgeführt, da es im gesamten Stadtgebiet immer wieder zu Einbruchdiebstählen gekommen war.
Dem 42-Jährigen können den Angaben zufolge inzwischen 23 Fälle zugeordnet werden. Ziel der Beutezüge waren demnach vor allem gewerbliche Objekte.
Bei der anschließenden Durchsuchung des von ihm genutzten Hotelzimmers in der Innenstadt stellten die Polizisten tatrelevante Kleidung sowie mutmaßliches Diebesgut sicher.
Einbruchsserie in München begann bereits 2025
Bereits im vergangenen Jahr gab es die ersten Einbrüche. So wurde etwa im September 2025 in der Altstadt ein Tresor mit Bargeld aus einem Geschäft entwendet.
Einen Monat später durchsuchte der Täter einen Bürokomplex nahe dem Odeonsplatz und erbeutete Bargeld sowie Edelmetall.
Eine damalige Zeugenbeschreibung skizzierte einen 35- bis 40-Jährigen, der unter anderem mit einem schwarzen Brecheisen und blauen Einweghandschuhen ausgerüstet war.
Auch ein Vorfall in der Maxvorstadt Ende Januar 2026, bei dem der Täter über ein aufgehebeltes Kellerfenster in Büroräume eindrang und einen Tresorwürfel plünderte, geht laut Polizei auf das Konto des Serientäters.
Der 42-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Das Kommissariat 52 der Münchner Kripo führt die weiteren Ermittlungen in diesem Fall.
Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

