Razzia gegen Kinderpornografie in München: 25 Männer im Visier der Polizei
Von Lea Sophie Gräf
München - Bei einem Großeinsatz gegen Kinderpornografie wurden am Mittwochabend etliche Wohnungen in München durchsucht. Konkret stehen 25 Männer im Alter zwischen 16 und 72 Jahren unter dringendem Verdacht, wie die Polizei mitteilte. Sie sollen Kinderpornografie besessen und teils verbreitet haben.
Rund 40 Polizeikräfte durchkämmten im Stadtgebiet und Landkreis auf richterliche Anordnung insgesamt 25 Wohnungen.
Dabei stellten sie unter anderem Mobiltelefone, Computer und elektronische Speichermedien sicher.
Diese sollen nun ausgewertet werden. Hinweise auf Zusammenhänge zwischen den Verdächtigen gebe es derzeit nicht.
Die mutmaßlichen Straftaten seien überwiegend über das Bundeskriminalamt (BKA) gemeldet worden, hieß es.
Verdächtige nach Maßnahmen wieder entlassen
13 Verdächtige wurden Erkennungsdienstlich behandelt, weitere vier Männer wurden laut Polizei dazu vorgeladen. Dass sich nur ein Teil der erkennungsdienstlichen Behandlung unterzogen habe, könne daran liegen, dass diese freiwillig sei. Zudem könnten Verdächtige auch erst kürzlich erfasst worden oder der Polizei schon bekannt gewesen sein, wie eine Sprecherin der Polizei erklärte. Alle Verdächtigen wurden nach den erforderlichen Maßnahmen entlassen.
Der Einsatz stand unter der Leitung der Staatsanwaltschaft und dem von der Generalstaatsanwaltschaft eingerichteten Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI). Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei
Titelfoto: Arne Dedert/dpa (Symbolfoto)
