"Ich habe ein Sekundenkleber-Transportverbot": Klimaaktivisten drohen 1000 Euro Strafe

München - Die Münchner Stadtverwaltung hat zeitweilige Klebstoff-Verbote gegen sieben Klimademonstranten verhängt, die mehrfach den Verkehr in der Landeshauptstadt blockiert hatten.

Haftstrafe: Sieben Aktivisten dürfen in München keinen Sekundenkleber mehr bei sich haben - oder gar verwenden.
Haftstrafe: Sieben Aktivisten dürfen in München keinen Sekundenkleber mehr bei sich haben - oder gar verwenden.  © Hendrik Schmidt/dpa

Einer der sieben hat mittlerweile auf Twitter eine Protestaktion gestartet, weil er gegen die Auflage verstoßen hat und nun Tausend Euro zahlen soll.

Das Münchner Kreisverwaltungsreferat (KVR) betonte, dass die sieben in der Vergangenheit wiederholt bei Klimaprotesten aufgetreten seien: "Bei diesen Aktivitäten wurde vielfach Klebstoff eingesetzt, um sich auf Fahrbahnen oder an Gegenständen festzukleben". Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

In den Anordnungen der Behörde ist das "Mitführen, Transportieren und Benutzen von Sekundenklebern und vergleichbaren Klebstoffen im Stadtgebiet München" untersagt.

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Eine KVR-Sprecherin sagte, die Anordnungen seien in der Regel auf drei Monate befristet und keine Straf-, sondern Präventivmaßnahmen.

"Durch die Anordnung wird die Meinungs- und Versammlungsfreiheit der Betroffenen nicht eingeschränkt", betonte die Behörde.

1000 Euro Strafe für einen Kleber, "den ich nicht benutzt habe"

Der Klimaaktivist der "Letzten Generation" sagte in einem Video bei Twitter: "Ich muss Eintausend Euro Strafe zahlen für einen Sekundenkleber, den ich nicht benutzt habe und nur in der Tasche hatte."

Er wolle in aller Öffentlichkeit dagegen protestieren, dass er "ein Sekundenkleber-Transportverbot" habe. Der Aktivist hatte am 14. März an einer neuerlichen Verkehrsblockade teilgenommen und war dabei kontrolliert worden.

Laut KVR nahm auch ein zweiter der mit Klebstoff-Verbot belegten Demonstranten an der Aktion teil.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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