Feinkost-Gastronom Käfer bedauert: "Das Schickimicki-München ist verschwunden"

Von Kathrin Zeilmann

München - Der bekannte Gastronom Michael Käfer (68) betrauert, dass es das München der 80er Jahre nicht mehr gibt. Er vermisst Glanz und schillernde Persönlichkeiten.

Michael Käfer (68) nennt Gründe, warum sich München aus seiner Sicht verändert hat. (Archiv)  © Felix Hörhager/dpa

München ist eine Wirtschaftsstadt geworden. Es ist mehr Geld in der Stadt. Früher, in den 80er Jahren, war München eine Kunst- und Kulturstadt", sagte Käfer der "Augsburger Allgemeinen".

"Man sah noch die Kriegsschäden. Bayerischer Charme prägte die Stadt." Viele Schauspieler hätten in München gelebt. "Daraus entwickelte sich eine spannende Szene. Diese Szene gibt es heute so nicht mehr", sagte der Feinkost-Unternehmer und Oktoberfest-Wirt.

Trotzdem möchte er nirgendwo anders leben, betonte er. München sei "nach wie vor eine wunderbare Stadt".

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Dennoch: "Das Schickimicki-München ist verschwunden, auch wenn sich der Nimbus aus vergangenen Zeiten hält."

Die bayerische Landeshauptstadt glänze nicht mehr so wie früher. "Das liegt auch daran, dass es all diese schimmernden Persönlichkeiten wie Rudolph Moshammer, Walter Sedlmayr, Helmut Fischer oder Helmut Dietl nicht mehr gibt. Ich vermisse diese Münchner Originale."

Außerdem vermisse er den früheren Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß: "Die CSU-Legende war gut für München und Bayern." 

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Michael Käfer: Auch das Feiern hat sich stark verändert

Auch beim Feiern der Prominenz habe sich vieles verändert: Früher sei es am wichtigsten gewesen, "nach einer Party am nächsten Tag in der Zeitung zu stehen. Sonst war die Party nicht gut. Heute wollen Promis in Zeiten von Social Media anonym bleiben. Das versuchen wir, ihnen zu ermöglichen."

Michael Käfer ist Vorstand des Feinkostimperiums Münchner Käfer AG. 1984 bekam er von seinem Vater zum 25. Geburtstag den bekannten Münchner Promi-Club "P1" geschenkt.

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