München macht Ausnahme: Salz statt Splitt auf Gehwegen

München - Wer in der Landeshauptstadt derzeit zu Fuß unterwegs ist, hat es nicht leicht: Viele Gehwege sind von einer dicken Eisschicht bedeckt.

Auf Gehwegen darf in München eigentlich nur Splitt gestreut werden - das soll sich nun ändern.
Auf Gehwegen darf in München eigentlich nur Splitt gestreut werden - das soll sich nun ändern.  © Sven Hoppe/dpa

Das Streuen von Splitt hilft da nur wenig, denn die tagsüber angetaute Masse gefriert in der Nacht ein, sodass Fußgänger am nächsten Morgen wieder der Rutschpartie ausgesetzt sind.

Das Rathaus reagiert: Wegen der anhaltenden Glätte soll in einigen Stadtteilen bis zum 20. Dezember ausnahmsweise Streusalz auf Gehwegen eingesetzt werden.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (65, SPD) erklärte am Donnerstag, dass laut Baureferat bei den tiefen nächtlichen Temperaturen nur ein Salzen der Eisflächen wirkungsvoll sei.

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Innerhalb des Mittleren Rings und im Zentrum von Pasing werde die Stadt deshalb auch Gehwege und Nebenstraßen salzen, "um sie so schnell wie möglich vom Eis zu befreien". Außerhalb dieser Zone dürften Anwohner ausnahmsweise ebenfalls Salz streuen. Eigentlich ist sonst nur Splitt erlaubt.

Ihm sei bewusst, dass Streusalz aus ökologischer Sicht viele Nachteile habe, sagte Reiter. "Leider verlangt die aktuelle Gefahrenlage, eine befristete Ausnahme zu machen. Nur Splitt zu streuen reicht derzeit einfach nicht aus, um die Sicherheit der Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, zu gewährleisten."

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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