München verbietet Surfen an der Eisbachwelle: Lebensgefahr!
München - Das Ringen um die Eisbachwelle im Englischen Garten in München geht weiter. Nun hat die Stadt das Surfen dort kurzerhand komplett verboten.
Vertreter der Surfer-Community hätten im Gespräch der Stadtverwaltung erläutert, dass die Welle derzeit auch ohne Einbauten im Wasser zum Teil stehe und dort gesurft wird.
Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, sei die jedoch lebensgefährlich, da an der Stelle zum größten Teil nichtsurfbares Weißwasser vorherrsche.
Weißwasser ist eine Walze, die Surfende unter Wasser ziehen kann. "Ein Freischwimmen aus einer Wasserwalze ist kaum möglich. Die Gefahr des Ertrinkens bestehe hier unmittelbar", erläutert das Rathaus.
In einer neuen Allgemeinverfügung ist das Surfen auf der Eisbachwelle nun verboten.
Das Verbot dient sowohl dem Schutz der Surfenden, als auch der Rettungskräfte, die sich bei Einsätzen ins Wasser bewegen müssten, betont die Stadt.
Eisbachwelle baut sich seit Bachauskehr nicht mehr auf
Nach einer Bachauskehr im Oktober 2025 war die weltberühmte Eisbachwelle am Haus der Kunst verschwunden. Seitdem baute sie sich nicht mehr auf. Über Weihnachten war sie vorübergehend zurück, nachdem Surfer illegal eine Rampe eingesetzt hatten. Aus Sicherheitsgründen wurde die Vorrichtung wieder entfernt. Verschiedene Experten versuchten bisher erfolglos, die Welle wieder in Gang zu bringen.
Nach dem tödlichen Unfall einer Surferin wurde die Welle erstmals im vergangenen April gesperrt und dann unter verschärften Sicherheitsauflagen wieder freigegeben. Nur erfahrene Sportler sollten sich hier ins Wasser begeben.
Titelfoto: Peter Kneffel/dpa
