Für schwer kranke Kinder: Münchnerin verschenkt Luxusimmobilie

München - In der Residenzstraße 24, in allerbester Innenstadtlage, entsteht etwas ganz Besonderes: Eine Münchnerin verschenkte ihre Luxusimmobilie – für die schwer kranken Kinder im Haunerschen Kinderspital.

Die Residenzstraße ist bei den Münchnern sehr beliebt. (Archivfoto)
Die Residenzstraße ist bei den Münchnern sehr beliebt. (Archivfoto)  © Peter Kneffel/dpa

Marianne Schmidbauer-Landes (†75) hieß die großzügige Spenderin, sie selbst führte das Haus zusammen mit ihrer Adoptivmutter, so die "AZ".

Das Haus hatte der Vater ihrer Adoptivmutter ursprünglich gekauft. Zuvor hatte er ein Schreibwarengeschäft in der Theatinerstraße geführt. Errichtet wurde das Gebäude 1907 von den bekannten Architekten Jakob Heilmann und Max Littmann.

2008 starb Marianne. Doch anstatt das Haus ausländischen Immobilienfonds zum Fraß vorzuwerfen, wollte die 75-Jährige auch nach ihrem Tod noch Gutes tun.

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In ihrem Testament legte sie fest, dass das Haus künftig den schwerst kranken Kindern des Haunerschen Kinderspitals zugutekommen soll. Schon als junges Mädchen litt sie selbst an gesundheitlichen Problemen und verbrachte längere Zeit als Patientin in der Kinderklinik – eine Erfahrung, die ihr Leben und ihr Mitgefühl für kranke Kinder prägte.

Die LMU erbte das Haus in München. (Archivfoto)
Die LMU erbte das Haus in München. (Archivfoto)  © Andreas Gebert/dpa

Luxuswohnen für den guten Zweck

So vermachte Schmidbauer das Haus der LMU – unter einer Bedingung: die Gründung einer Stiftung, die sich dauerhaft finanziell an der medizinischen Betreuung und Versorgung der Patienten beteiligt.

Seit April 2025 wird das Jugendstilgebäude komplett saniert. Schon im Sommer sollen die ersten Mieter einziehen. Das Erdgeschoss und der erste Stock gehen an den Online-Möbelhändler Westwing für einen Flagship-Store, dazu mieten eine Anwaltskanzlei und ein Denkmalimmobilienberater Flächen.

Im Dachgeschoss entsteht eine 240 m² große Maisonette-Luxuswohnung mit Blick auf Residenz, Theatinerkirche und Frauentürme. Sie ist noch verfügbar, die Miete liegt bei rund 10.000 Euro im Monat.

Die Mieteinnahmen des Hauses kommen dem Haunerschen Kinderspital zugute. In den ersten zehn Jahren sollen die Mieteinnahmen die Kosten für die Sanierung decken, danach fließt die volle Erbpacht an die Marianne-Schmidbauer-Landes-Stiftung, die das Geld ans Kinderspital weitergibt.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa (Archivfoto)

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