Von Carsten Hoefer
München - Bayerns wichtigste Wirtschaftsbranche verliert auf dem Weltmarkt an Boden: Im vergangenen Jahr sind die Exporte der Metall- und Elektroindustrie um 0,3 Prozent auf einen Wert von 148,7 Milliarden Euro gesunken.
Das war der zweite Rückgang in Folge, wie die beiden Arbeitgeberverbände bayme und vbm mitteilten.
Zur Metall- und Elektroindustrie – mit derzeit noch etwa 830.000 Menschen in Bayern – gehören unter anderem die Autohersteller und deren Zulieferer sowie der Maschinenbau.
Regelrechte Einbrüche gab es bei den Ausfuhren in die zwei größten Wirtschaftsnationen USA und China.
Die Exporte in die USA gingen um 13,6 Prozent zurück, in China belief sich das Minus auf 10,4 Prozent.
"Die massive Konkurrenz vor Ort in Kombination mit wettbewerbsverzerrenden Maßnahmen und Protektionismus schwächen unsere Firmen im globalen Wettbewerb", sagte Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der beiden Verbände.
"Es gibt zwar einzelne erfreuliche Entwicklungen", sagte Brossardt. "Aber bei unseren wichtigsten Exportgütern verlieren wir weiter an Boden." Der Wirtschaftsverband vbw fordert einen "großen Wurf" der Bundesregierung.