Hugendubel passt Geschäft an: "Buch ist wieder 'in'"

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Von Britta Schultejans

München - Die Buchhandelskette Hugendubel will auch in Zeiten von Online-Kauf und E-Book weiter auf klassische Läden in den Innenstädten setzen.

Die Buchhandelskette Hugendubel will weiter auf Innenstadtläden setzen.
Die Buchhandelskette Hugendubel will weiter auf Innenstadtläden setzen.  © Martin Schutt/dpa

"Wir mussten unser Geschäftsmodell anpassen, auf Online-Handel setzen und wir haben den Reader Tolino mitentwickelt. Wir machen damit gute Umsätze. Und trotzdem: Unsere Filialen sind nach wie vor unsere Basis. Ich glaube, es ist ganz, ganz wichtig, dass wir Buchhandlungen in den Innenstädten haben", sagte Nina Hugendubel der "Süddeutschen Zeitung".

Sie führt das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Bruder Maximilian.

"Buchhandlungen sind sehr wichtige Anziehungspunkte, sie können ein Anker in verödeten Innenstädten sein", sagte sie. Und: "Der Trend geht ganz klar wieder zu mehr Haptik. Man will die Dinge wieder anfassen, man will auch Menschen treffen und nicht nur vor dem Bildschirm sitzen", betonte sie.

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"Die Generation zwischen 15 und 30 Jahren liest sehr viel, liest gedruckt und kauft im Laden. Das Buch ist wieder 'in' geworden. Ein Bücherregal zu Hause ist wieder eine Art Statussymbol, das sieht man auch in vielen Videos in den sozialen Netzwerken".

Hugendubel sucht sich Unterstützung für Familienunternehmen

Hugendubel ist ein Familienunternehmen, hat sich kürzlich aber mit der Familie Herz, zu der auch Tchibo, Beiersdorf oder Libri gehören, einen externen Partner dazu geholt. "Wir kennen uns schon sehr lange. Schon unser Vater Heinrich Hugendubel hatte gute Kontakte zur Familie Herz", sagte Maximilian Hugendubel der "SZ".

"Wir haben immer mal wieder locker über eine Verbindung gesprochen. Jetzt erschien uns der Zeitpunkt einfach richtig. Wir haben beide ein gemeinsames Verständnis von Handel, und wir vertrauen uns gegenseitig."

Titelfoto: Martin Schutt/dpa

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