Studie: Wohnungsbau-Krise kostet bayerischen Staat Milliarden

Von Verena Schmitt-Roschmann

Bayern/Berlin - Der Einbruch des Wohnungsbaus bremst nach einer neuen Studie das Wachstum in Deutschland und kostet den Staat Milliarden. Im vergangenen Jahr sind nach den Berechnungen des Pestel-Instituts bundesweit rund 84.600 Wohnungen weniger gebaut worden als zwei Jahre zuvor. 

Hätte das Bau-Niveau weiterhin das Level wie vor der Krise, hätte das Wirtschaftswachstum deutlich höher ausfallen können.  © Malin Wunderlich/dpa

Allein in Bayern entstanden 2025 demnach 18.750 Wohnungen weniger als 2023, heißt es im neuen "Bau-Monitor" des Instituts. Gemessen an Bevölkerung und Wohnungsbedarf schlägt die Negativentwicklung im Freistaat damit sehr stark zu Buche.

Nach Schätzung des Pestel-Instituts fehlen bundesweit mittlerweile 1,35 Millionen Wohnungen, davon 220.000 in Bayern. Auftraggeber war der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel.

Für den Staat bedeutet der Absturz des Wohnungsbaus demnach Einnahmeausfälle in Milliardenhöhe.

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Würden wie in den Jahren vor Beginn der Baukrise bundesweit etwa 300.000 Wohnungen im Jahr fertiggestellt, hätten das Wirtschaftswachstum demnach um 0,6 Prozent und die Steuereinnahmen um gut sieben Milliarden Euro höher ausfallen können.

Allein die in Bayern anfallenden Mindereinnahmen der Finanzverwaltung bezifferte das Pestel-Institut auf 1,3 Milliarden Euro Umsatzsteuer, gut 350 Millionen Euro Grunderwerbsteuer und mehr als 600 Millionen Einkommensteuer. 

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"Es werden so viele Wohnungen gebraucht wie lange nicht", sagte Studienautor Matthias Günther laut Mitteilung. "Und es werden so wenige Wohnungen gebaut wie lange nicht."

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