Münchens OB Reiter fordert zu weiteren Spenden für Kiew auf: "Leid der Menschen mildern"

München - München und Kiew sind durch eine Städtepartnerschaft verbunden. Nach zwei Jahren Angriffskrieg hat der Münchner Oberbürgermeister deshalb eine dringende Bitte an seine Bürgerinnen und Bürger.

Dieter Reiter (65, SPD) bittet um weitere Spenden.
Dieter Reiter (65, SPD) bittet um weitere Spenden.  © Matthias Balk/dpa

Oberbürgermeister Dieter Reiter (65, SPD) hat die Münchnerinnen und Münchner zu weiteren Spenden für die ukrainische Hauptstadt aufgerufen.

In Kiew seien durch massive Luftangriffe nicht nur viele Tote und Verwundete zu beklagen, auch die Infrastruktur werde entsprechend gezielt zerstört, schilderte Reiter am heutigen Donnerstag. "Ich bitte Sie deshalb ganz herzlich, spenden Sie weiter, damit wir unsere Partnerstadt unterstützen und das Leid der Menschen mildern können", so der Politiker.

Mehr als drei Millionen Euro haben Münchnerinnen und Münchner laut Stadt bereits auf das städtische Spendenkonto überwiesen - allerdings vor allem in den ersten Wochen nach dem Angriff Russlands.

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Unternehmen leistetet Sachspenden von Lebensmitteln über medizinische Hilfsgüter bis hin zu Müllfahrzeugen.

Vitali Klitschko (52) ist der derzeitige Bürgermeister Kiews.
Vitali Klitschko (52) ist der derzeitige Bürgermeister Kiews.  © Felix Hörhager/dpa

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko richtet Videobotschaft an Münchnerinnen und Münchner

Die Stadt steuerte 1,5 Millionen Euro bei. Mit den Spenden werden den Angaben zufolge diverse auch Hilfsprojekte in Kiew unterstützt - etwa eine Werkstatt, die Prothesen für Kinder baut. Kiew brauche weiter die Hilfe aus München, betonte Reiter.

Auch Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (52) bat auf Deutsch in einem Video mit dem Spendenaufruf: "Bitte steht nach wie vor zu uns. Zur Ukraine, zu Eurer Partnerstadt Kyiv [ukrainisch für Kiew, Anm. d. Red.]. Dafür bin ich Euch von Herzen dankbar und werde Euch das nie vergessen." Kiew ist seit 1989 Partnerstadt der Landeshauptstadt Bayerns.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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