Nach Unfall: Suche nach sicherer Lösung für Surfwelle

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Von Sabine Dobel

München - Nach dem Tod einer Surferin an der Eisbachwelle vor einem Jahr sieht die Stadt München andere rechtliche Rahmenbedingungen für den Surfbetrieb.

Blumen und Nachrichten wurden nach dem tragischen Unfall vor dem Absperrzaun am Ufer der Eisbachwelle im Englischen Garten niedergelegt.
Blumen und Nachrichten wurden nach dem tragischen Unfall vor dem Absperrzaun am Ufer der Eisbachwelle im Englischen Garten niedergelegt.  © Peter Kneffel/dpa

"Der tragische Unfall hat die rechtliche Situation an der Welle verändert", sagte der neu gewählte Oberbürgermeister Dominik Krause (35, Grüne).

Die Stadt sei verpflichtet, unter den gegebenen Umständen die Verkehrssicherheit herzustellen. 

Ziel bleibe, das Surfen wieder zu ermöglichen. Er hoffe auf eine Lösung bis zu den Sommerferien, bekräftigte Krause zum Jahrestag des Unglücks.

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Er unterstütze alle Bemühungen, ein möglichst sicheres Surfen zu ermöglichen. 

Seit einigen Monaten führt der Strömungsexperte Robert Meier-Staude von der Hochschule München nach Angaben der Stadt gemeinsam mit den Vertretern der Surf-Community dazu Versuche durch.

Ziel ist eine Konstruktion, die eine dauerhafte Welle erzeugt. Die Versuche würden in den kommenden Wochen fortgesetzt.

Ohne zusätzlichen Einbau baue sich eine Welle je nach Zufluss- und Unterwassersituation maximal an 30 bis 40 Tagen im Jahr auf. 

Nächster Rathaus-Chef Krause: "Eisbachwelle ist ein Wahrzeichen der Stadt"

Laut des gewählten Oberbürgermeisters Krause ist das "Surfen am Eisbach Teil des Münchner Lebensgefühls".
Laut des gewählten Oberbürgermeisters Krause ist das "Surfen am Eisbach Teil des Münchner Lebensgefühls".  © Peter Kneffel/dpa

Das Baureferat arbeite zudem auf Anweisung von Noch-OB Dieter Reiter (67, SPD) und in Abstimmung mit der Bundeswehruniversität Hamburg sowie der Universität Innsbruck an Varianten für einen sicheren Einbau, hieß es.

Dies sei gedacht als Rückfalloption, falls die aktuellen Versuche nicht das gewünschte Ergebnis erbringen oder in rechtlicher Hinsicht nicht umsetzbar sein sollten. 

Am späten Abend des 16. April 2025 war eine 33 Jahre alte Surferin unter Wasser gedrückt worden, weil sich die am Brett und am Knöchel befestigte Sicherungsleine unter Wasser verfangen hatte.

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Die Frau starb später im Krankenhaus. Eine konkrete Ursache für den Unfall konnte nicht ermittelt werden.

"Der Tod der Surferin vor einem Jahr hat uns alle erschüttert. Ich bin in diesen Tagen mit meinen Gedanken bei den Hinterbliebenen", sagte Krause zum Jahrestag.

Er ließ dennoch keinen Zweifel daran, dass am Eisbach in Zukunft wieder gesurft werden soll: "Das Surfen am Eisbach ist Teil des Münchner Lebensgefühls, die Eisbachwelle ist ein Wahrzeichen der Stadt München."

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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