Auftakt zur Wiesn: Erste Gäste stürmen das Oktoberfest

Von Sabine Dobel

München - Nach teils stundenlangem Warten sind die ersten Wiesn-Gäste mit der Öffnung des Festgeländes um kurz nach 9 Uhr aufs Oktoberfest-Gelände in München gestürmt. Im Laufschritt eilten sie zu den Zelten.

Schnell musste man sein. Hunderte Besucher stürmten ab 9 Uhr das Festgelände in München.  © Sven Hoppe/dpa

Das Festgelände öffnete dieses Jahr mit mehreren Minuten Verzögerung, auch wurde die Menge an Menschen am Eingang mehrfach zurückgehalten.

Der Ansturm lief dadurch entzerrter ab, weil nicht alle Wiesn-Fans auf einmal aufs Gelände strömten. 

Bier gibt's allerdings noch nicht. Erst nach dem offiziellen Anstich um 12 Uhr dürfen die Maßkrüge mit dem gebrauten Gerstensaft gefüllt werden. 

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Bereits bevor die Tore aufgingen, hatte sich wie in jedem Jahr eine lange Schlange gebildet: Zahlreiche Fans des Wiesn versammelten sich vor dem Haupteingang des größten Volksfests der Welt und warteten ungeduldig auf den Startschuss.

Gegen 7 Uhr reichte die Schlange schon Hunderte Meter vom Einlass am Haupteingang bis zur Ecke Alter Messeplatz.

Die Wartezeit überbrückte die Wiesn-Enthusiasten auf unterschiedliche Art und Weise.

Hier die letzten Handgriffe für die perfekte Wiesn-Frisur, da noch eine Brezn, damit das Bier nicht auf nüchternen Magen getrunken wird. In der Menge knallten immer wieder die Sektkorken, untermauert von Jubel und Applaus.

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Münchner Oktoberfest: Mit Campingstühlen und Schlafsäcken an den Toren

Teilweise die ganze Nacht hindurch warteten die Bierzelt-Fans auf den offiziellen Einlass.  © Sven Hoppe/dpa

Die Stimmung war ausgelassen, die Vorfreude kaum zu überhören. Aus der Menge blitzten unter anderem zahlreiche schrille Hüte, Lederhosen aus Plastik und bunte Dirndl hervor. 

Die erste Gruppe in der Schlange hatte sich gestern nach eigenen Angaben um 19 Uhr in Position gebracht, um einen der hart umkämpften Plätze in einem der Zelte zu ergattern.

Das Ziel: der Anstich im Schottenhamel. Ein paar Meter dahinter wurde die nächtliche Wartezeit bis zum Start mit Rettungsdecken, Campingstühlen und Schlafsäcken überbrückt.

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Miguel Nodjoumi aus München wartete seit ungefähr 7 Uhr - das reiche komplett.

"Die Leute sagen immer, das Warten ist langweilig, aber ich sage, das Warten ist lustig und dann freut man sich auch auf die Maß erst einmal. Das wird super", erzählt er. Seine Strategie, wenn die Tore aufgehen: "So schnell rennen, wie es geht". Für ihn gehe es jedes Jahr ins Hacker-Zelt "zum Himmel der Bayern", sagt der 19-Jährige. 

Besucher aus dem Umland und der ganzen Welt

In der Schlange steht auch Luke Müller. Er freue sich am meisten auf das Bier. "Sobald es eigentlich neun ist, rennen wir vorne an der Schlange vorbei und drängen uns vorne rein", berichtet er. Mit dabei ist auch Tim Schneider. "Also die Vorfreude ist natürlich riesig", erzählt der 19-Jährige. "Wenn man sich halt ein paar Spaßgetränke mitnimmt und dann hier mit seinen Freunden bisschen einfach nur chillt, dann passt das ja eigentlich zum Warten", erzählt er. Bisher sei die Stimmung echt gut. 

16 Tage lang, bis zum 4. Oktober, werden an die sechs Millionen Besucher erwartet. Die Mehrzahl der Besucher kommt aus München und dem Umland. Millionen Gäste reisen aus anderen Teilen Deutschland und aus der ganzen Welt an.

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