"O'zapft is": Krause eröffnet mit zwei Schlägen das 191. Oktoberfest
München - Die angepeilten zwei Schläge, wie es seine beiden Vorgänger einst auch schafften, konnte Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (36, Grüne) – unter verdientem Beifall der Besucher – beim ersten Oktoberfest-Anstich auf Anhieb erreichen. Dann folgten die magischen Worte, die sich die Masse herbeisehnte: "O'zapft is!"
"Der Ministerpräsident hat mir eben noch erzählt, was alles schiefgehen kann. Das hat mich sehr beruhigt", scherzte der 36-Jährige bei seiner Wiesn-Premiere als Stadtoberhaupt noch kurz zuvor.
Mit zwei Bier am Vortag habe er sich selbst für den großen Moment eingestimmt – und beruhigt.
Traditionell wurde dem Ministerpräsidenten Markus Söder (59, CSU) die erste Maß überreicht, damit Landesvater und Rathauschef gemeinsam auf eine friedliche Wiesn anstoßen können.
16 Tage lang, bis zum 4. Oktober, werden ab sofort Besucher aus sämtlichen Nationen auf dem größten Volksfest der Welt erwartet.
Zugleich gibt es drei neue Attraktionen, die ihre Wiesn-Premiere feiern: einerseits das "Shake & Roll" – eine Weiterentwicklung des altbekannten "Break Dance" – und das "Chaos Pendel".
Münchner Oktoberfest: Neue Namen und altbekannte Dauer-Fehler
Hinzukommt das Laufgeschäft "The Fischerman's Place" der Münchner Familie Kollmann, das seine Taufe (auch wortwörtlich) fabrikneu auf dem zweitgrößten Volksfest Bayerns – dem Straubinger Gäubodenvolksfest – vor wenigen Wochen feierte.
Mit dem "Bartls Flößerstadl" bekommen auch die kleinen Zelte einen neuen Mitspieler.
Es ersetzt die "Münchner Stubn", deren Wirt hingeworfen hat, nachdem er sich – in anderer Sache – mit der Stadt zerstritten hat.
Zum Schluss noch ein heißer Tipp für alle, die nicht schon bei der ersten Bierbestellung als nicht-bayerische Touristen im Trachten-Cosplay abgestempelt werden wollen: Alles steht und fällt mit dem Wort "Maß".
Es ist die Maß. Nicht der, nicht das. Die Maß, die.
Und, was ebenfalls nahezu alle Auswärtigen sofort enttarnt: Die Betonung liegt auf dem "ß" und das "a" wird kurz gesprochen. Wie beim Wort "was". Bestellt also bei der Bedienung "a Maß". Und nicht "eine Maaas".
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

