KI-Streit um Oktoberfest-Plakat: Jetzt meldet sich Wiesn-Chef Scharpf

München - Noch 163 Tage bis zum Oktoberfest - derweil schwelt seit der Bekanntgabe des diesjährigen Plakatmotivs ein Streit um die mögliche KI-Nutzung des Künstlers. Nun will Wiesn-Chef Dr. Christian Scharpf (55) endgültig für Klarheit sorgen.

Für Wiesn-Chef Dr. Christian Scharpf (55) ist der Streit um das Motiv nun erledigt.  © Peter Kneffel/dpa

Mehrere Grafikerinnen und Grafiker hätten Vorwürfe gegen den Sieger des diesjährigen Wettbewerbs, Florian Huber, erhoben.

Sie sahen Hinweise darauf, dass der Künstler bei der Erstellung seines Motivs mit künstlicher Intelligenz gearbeitet habe.

Ein Antrag der München-Liste forderte nun sogar eine Wiederholung des Motivwettbewerbs zur "Sicherung von Fairness, Wettbewerbsregeln und künstlerischer Integrität", wie es im Antrag von Stadtrat Dirk Höpner hieß.

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Antwort kam jetzt vom Wiesn-Chef persönlich. "Bei dem Siegerplakat ist die Prüfung, ob KI-Bildgeneratoren zum Einsatz gekommen sind, abgeschlossen", teilte Scharpf in einem Brief mit.

Dabei wurden unter anderem die einzelnen Arbeitsschritte fotografiert und die offene Vektordatei untersucht. Externe und hausinterne Grafiker seinen dabei unabhängig voreinander zum Schluss gekommen, dass Huber keine KI-Bildgeneratoren verwendet habe.

"Er hat sich während des Wettbewerbs und im Anschluss immer kooperativ und transparent gezeigt und wir bedauern sehr, dass er nun derartigen Anfeindungen im Netz ausgesetzt ist", so Scharpf zu Huber.

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Künstler Florian Huber wegen Oktoberfest-Plakat im Netz angefeindet

Christian Scharpf (l.) gratuliert dem Sieger Florian Huber zu ersten Platz im Wettbewerb um das Oktoberfest-Motiv.  © Felix Hörhager/dpa

Der Grafiker hatte schon 2021 beim Wettbewerb mitgemacht und war damals auf Platz 3 gelandet. Im Publikumsvoting erreichte sein Beitrag für 2026 den zweiten Platz. Die entscheidende Jury aus Stadtrat und Experten war unabhängig davon überzeugt von Hubers Werk.

Der Wiesn-Chef hofft, dass sich die Sache nun erledigt hat. Dass sich der Stadtrat mit dem Thema befasst, sei nicht Bestandteil des Wettbewerbs.

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