Oktoberfest 2024: Aus für beliebtes Zelt auf der Oidn Wiesn in München

München - Eine junge weiterentwickelte Volksmusik, bodenständige Gruppen mit neuem Anspruch, ein Tanzboden - das war das Markenzeichen des Herzkasperlzelts auf der Oidn Wiesn auf dem Oktoberfest. Damit lockte der Münchner Wirt Beppi Bachmaier über Jahre seine Fans. Dieses Jahr wird er wahrscheinlich nicht dabei sein.

Die "Oide Wiesn" ist aus dem Riesenrad zu sehen. Das beliebte Herzkasperlzelt wird es heuer wohl nicht geben.
Die "Oide Wiesn" ist aus dem Riesenrad zu sehen. Das beliebte Herzkasperlzelt wird es heuer wohl nicht geben.  © Felix Hörhager/dpa

Der Wirtschaftsausschuss des Münchner Stadtrats tagte am Dienstag intern und gab dem Vernehmen nach einem anderen Wirt den Vorzug. Auch eine Petition mit rund 12.000 Unterschriften konnte daran offensichtlich nichts ändern.

Offiziell ist das nicht bestätigt. Die Stadt hüllt sich in Schweigen. Die Münchner Medien berichten allerdings seit Tagen, dass die Entscheidung intern abgesprochen war und am Dienstag in der nicht-öffentlichen Sitzung nur noch beschlossen werden sollte. Der Beschluss muss auch das Plenum noch passieren.

Der mutmaßlich neue Wirt Peter Schöniger meldete sich bereits zu Wort. Er versprach, es werde auch bei ihm die beliebte Volksmusikszene der gegenwärtigen Strömung geben, er wolle gezielt den talentierten Nachwuchs fördern.

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Er hat sich mit seinem Zelt "Boandlkramerei" für die Oide Wiesn beworben. Der Boandlkramer ist im bairischen Dialekt der personifizierte Tod - den leicht morbiden Namen erklärte die Wirtsfamilie so: "Wir wollen die Herzen Münchens begeistern, nach dem Motto "Genieße dein Leben, solange du es hast, feiere und habe Freude!""

Oktoberfest 2024 in München: Mehr kostenlose Trinkwasserbrunnen

Clemens Baumgärtner (47, CSU) freut sich bereits auf die Wiesn.
Clemens Baumgärtner (47, CSU) freut sich bereits auf die Wiesn.  © Matthias Balk/dpa

Die Oide Wiesn im Südteil des Festgeländes auf der Theresienwiese mit viel Tradition und historischen Fahrgeschäften ist aus den Feiern zum 200-jährige Bestehen der Wiesn entstanden und vor allem bei Einheimischen beliebt.

Die Wirte sollen dieses Jahr mehr Zeit für den Aufbau ihrer Zelte bekommen, er soll nach dem Beschluss des Wirtschaftsausschusses in öffentlicher Sitzung am 1. Juli starten. Außerdem wird es noch mehr kostenlose Trinkwasserbrunnen auf dem Oktoberfest geben, nämlich zehn statt im Vorjahr fünf.

"Wir haben mit den offiziellen Beschlüssen die Grundlage geschaffen, dass es eine wunderbare Wiesn 2024 wird", sagte Wiesnchef Clemens Baumgärtner (47, CSU).

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

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