Verdi macht Druck: Schon wieder Streik bei U-Bahn, Tram und Bus in München

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Von Christof Rührmair

München - Die Gewerkschaft Verdi ruft für Dienstag zu ganztägigen Warnstreiks im Nahverkehr mehrerer großer bayerischer Städte auf.

Verdi macht vor der fünften Verhandlungsrunde nochmal Druck und ruft die Beschäftigten erneut zum Arbeitskampf auf.
Verdi macht vor der fünften Verhandlungsrunde nochmal Druck und ruft die Beschäftigten erneut zum Arbeitskampf auf.  © Stefan Puchner/dpa

Unter anderem soll der Arbeitskampf U-Bahn, Bus und Tram in München und Nürnberg lahmlegen, wie Verdi mitteilt. Auch in Augsburg, Regensburg, Fürth, Bayreuth, Dachau, Passau, Landshut und Schweinfurt werden die öffentlichen Verkehrsmittel der Gewerkschaft zufolge bestreikt. Nicht betroffen sind S- und Regionalbahnen. 

Auch Aschaffenburg ist vom Streik betroffen, dort erwartet Verdi aber keine Auswirkungen für die Fahrgäste. Teilweise waren die Warnstreiks im Vorfeld bekannt: In Regensburg hatten die dortigen Stadtwerke bereits am Freitag vor den Auswirkungen gewarnt.

Dort wird ein Notfahrplan eingerichtet. Ähnliches dürfte auch in den meisten anderen betroffenen Städten der Fall sein.

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Im Busbereich kann erfahrungsgemäß oft ein Teilverkehr mit Fahrzeugen externer Dienstleister aufrechterhalten werden. Bei U-Bahn und Trams waren die Ausfälle zuletzt meist stärker. 

Druck vor fünfter Verhandlungsrunde: Streik bei U-Bahn und Bus trotz hoher Energiepreise

U-Bahn, Bus und Tram werden am kommenden Dienstag in München bestreikt.
U-Bahn, Bus und Tram werden am kommenden Dienstag in München bestreikt.  © Sven Hoppe/dpa

Mit der Aktion am Vortag der fünften Verhandlungsrunde für Bayern will Verdi Druck auf die Arbeitgeber machen. Inzwischen hat die Gewerkschaft ihre Forderungen ein Stück weit reduziert und will eine Erhöhung der Entgelte um 550 Euro in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 24 Monaten sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit.

Auch die Arbeitgeber hatten nach der letzten Verhandlungsrunde mitgeteilt, dass sie ihr Angebot verbessert hätten, die Forderung der Gewerkschaft aber als "realitätsfern" abgelehnt. 

Man habe "großes Verständnis für den Frust der Fahrgäste" und sei sich der angespannten Situation in Anbetracht der hohen Energiepreise bewusst, heißt es von Verdi. "All diese Probleme können jedoch nur politisch gelöst und nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden." 

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Im aktuellen Tarifkonflikt hat es bereits zahlreiche Warnstreiks gegeben. Zwei davon laufen aktuell noch: In Bayreuth und Bamberg ist der Nahverkehr noch bis zur Nacht von Samstag auf Sonntag betroffen.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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