Verdacht auf Sprengstoff: Unbekannter Gegenstand löst nächtlichen SEK-Einsatz aus

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Ismaning - Am Donnerstagabend rückte in der Krausstraße der Münchner Gemeinde Ismaning plötzlich das SEK aus. Grund für den Großeinsatz war ein verdächtiger Gegenstand in einem Mehrfamilienhaus.

Spezialkräfte wurden nach Ismaning gerufen.
Spezialkräfte wurden nach Ismaning gerufen.  © NEWS5 / Lars Haubner

Ausgangspunkt des Einsatzes war ein Notruf gegen 21 Uhr, so ein Sprecher der Polizei. Eine Person äußerte dort ihre Sorge um einen 63-jährigen Bekannten, den sie länger nicht gesehen hatte.

Die alarmierten Beamten öffnete schließlich gemeinsam mit der Feuerwehr die Wohnungstür.

Die vermisste Person wurde zwar lebend in ihrer Wohnung angetroffen – doch ein verdächtiger Gegenstand im Inneren, der zunächst den Verdacht auf Sprengstoff oder eine gefährliche Substanz weckte, rückte wenig später in den Fokus der Einsatzkräfte.

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Aus Sicherheitsgründen wurde das Mehrfamilienhaus vollständig evakuiert – betroffen waren insgesamt fünf Wohneinheiten. "Es wurde alles abgesperrt", so der Polizeisprecher. Zudem wurde die vermisste Person "aus der Wohnung gebracht".

Spezialkräfte des Landeskriminalamts (LKA), darunter die Technische Sondergruppe (TSG), sowie das Spezialeinsatzkommando (SEK) übernahmen im Anschluss die weiteren Maßnahmen und durchsuchten die Wohnung.

Ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr rückte nach Ismaning aus.
Ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr rückte nach Ismaning aus.  © NEWS5 / Lars Haubner

Polizei entdeckt Munition und Waffen

Gegen Mitternacht konnte schließlich Entwarnung gegeben werden: Die zunächst verdächtigen Gegenstände erwiesen sich als harmlos. Allerdings entdeckten die Einsatzkräfte in der Wohnung etwa 30 Schusspatronen, drei Anscheinswaffen, fünf Messer und Gegenstände aus der NS-Zeit, darunter Hakenkreuzbinden und Hitler-Darstellungen. 

Die Polizei ermittelt jetzt gegen den 63-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Der Mann war der den Beamten bisher nicht bekannt. Der Staatsschutz werde nun über den 63-Jährigen informiert.

Gegen 0.30 Uhr durften die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Einsatzkräfte lobteb die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr.

Titelfoto: Montage: NEWS5 / Lars Haubner (2)

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