Als Freital im Krieg zerstört wurde

Freital - Nicht nur Dresden, Leipzig oder Chemnitz - auch kleine sächsische Städte wurden im Zweiten Weltkrieg Opfer schwerer Bombenangriffe. Heute gedenkt die Stadt Freital des Infernos, das vor 75 Jahren über die Bevölkerung hereinbrach.

Die zerstörte Wartehalle des Bahnhofs Freital-Ost.
Die zerstörte Wartehalle des Bahnhofs Freital-Ost.  © Städtische Sammlungen Freital

Der 24. August 1944 war ein warmer Sommertag, sonnig und wolkenfrei. Flugwetter. Von England aus startet eine Armada aus 1300 Bombern und 700 Begleitflugzeugen. Ihr Ziel: die deutsche Treibstoff-Industrie.

78 Bomber biegen nach Freital ab. Hier steht die Raffinerie Rhenania OSSAG, eine Fabrik, die als einzige im Reich elektrisch veredelte Spezialschmieröle für den Luftwaffeneinsatz in großen Höhen herstellt.

Bei diesem ersten Luftangriff in der Region überhaupt detonieren mittags 520 Bomben zwischen Freital-Birkigt und Freital-Potschappel sowie Dresden-Gittersee, -Dölzschen und -Coschütz.

Die Bomben erwischen alles mögliche, nur nicht die Fabrik. Dafür brennt Freital. 244 Menschen sterben. 34 Häuser werden zerstört, 64 schwer beschädigt, auch viele Fabriken, darunter dann doch noch Rüstungsbetriebe.

Die offizielle Gedenkfeier beginnt heute 12.30 Uhr am Gedenkstein an der Blumenstraße. Am alten Spritzenhaus wird von 13 bis 13.07 Uhr, dem Zeitpunkt des Angriffs, die Friedensglocke geläutet.

Prominentes Bombenopfer: der Birkigter Gasthof.
Prominentes Bombenopfer: der Birkigter Gasthof.  © Städtische Sammlungen Freital

Titelfoto: Städtische Sammlungen Freital

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