Frau will in Zoo Selfie mit schwarzem Panther machen: Das endet blutig

Arizona - Die Suche nach dem perfekten Selfie, welches im Idealfall richtig viele Likes und sehr viel Fame im Follower-Kreis absahnt, nahm für eine junge Frau in Arizona (USA) ein blutiges Ende.

Eine schwarzer Jaguar griff im Zoo eine Frau an, die eine Absperrung überstiegen hatte.
Eine schwarzer Jaguar griff im Zoo eine Frau an, die eine Absperrung überstiegen hatte.  © DPA

Die Besucherin des Wildlife World Zoo bei Phoenix wollte ein Foto mit einem schwarzen Jaguar machen. Um es möglichst realistisch aussehen zu lassen, musste sie dem Raubtier nur etwas näher kommen.

Dafür kletterte die Anfang 30-Jährige über eine Absperrung. Da sich den Großkatzen in dem Gehege der Sinn eines spannenden Selfies noch nicht erschlossen hatte, reagierten sie anders, als womöglich von der Frau angenommen. Statt sich in Pose zu werfen, stürzte sich ein weiblicher Panther auf die Selfie-Macherin und verletzte sie schwer am Arm.

Offenbar hatte sie die Absperrmauer zu dem Gehege überklettert und sich zu nah an den Gitterzaun gewagt. Beim Fotografieren achtete sie dann nicht auf das, was sich hinter ihrem Rücken abspielte. Plötzlich schlug das Tier zu und erwischte sie mit ihren scharfen Krallen am Oberarm.

Auf einem bei CBS News veröffentlichten Video ist zu sehen, wie die Frau um Hilfe wimmernd vor dem Gehege liegt und von Helfern versorgt wird. Dabei ist eine klaffende Wunde am Arm zu erkennen.

Die verletzte Frau wurde vor Ort versorgt und dann ins Krankenhaus gebracht.
Die verletzte Frau wurde vor Ort versorgt und dann ins Krankenhaus gebracht.  © Screenshot Youtube/CBSNEWS

Nach dem Angriff wurde der Zoo vorerst geschlossen. Die Verantwortlichen erklärten dies bei Twitter mit einem Vorfall, bei dem eine Zoobesucherin am Arm verletzt wurde, weil sie eine Absperrung überklettert hatte. Ein weiblicher Jaguar hatte angegriffen, die Verletzungen seien aber nicht lebensgefährlich.

Wie der Zoo ausdrücklich betonte, hat der Vorfall keine Konsequenzen für die Jaguardame. Es werde immer wieder ausdrücklich davor gewarnt, über die Barrieren zu klettern und sich den Gehegen zu nähern. Es handele sich schließlich um Raubtiere, die Reaktion der Katze sei daher vollkommen natürlich gewesen.

Es sei ein Fehler des Menschen und kein Fehler des Tieres gewesen. Deshalb schrieb der Zoo ebenfalls bei Twitter: "Wir können versichern, dass unserem Jaguar nichts passieren wird."

Immer wieder bringen sich Menschen für ein spektakuläres Foto in tödliche Gefahr. Zwischen 2011 und 2017 starben laut des "Journal of Family Medicine and Primare Care" 259 Menschen, weil sie beim Selfie-Machen zu große Risiken eingingen.

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