Wollte diese Hausfrau einen elfjährigen Nachbarsjungen verführen?

Bautzen - Wollte sie den Nachbarsjungen (damals 11) verführen? Hausfrau Annegret B. (34) aus einem kleinen Ort in der Oberlausitz musste sich gestern wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vor Gericht verantworten.

Das Verfahren gegen Annegret B. (34) wurde vorläufig eingestellt.
Das Verfahren gegen Annegret B. (34) wurde vorläufig eingestellt.  © Peter Schulze

Mit schwarzer Perücke, verspiegelter Sonnenbrille und rotem Aktenhefter vor dem Gesicht betrat die Angeklagte den Gerichtssaal.

An ihrer Seite: ihr Ehemann. Laut Anklage soll die gelernte Bankkauffrau im Sommer 2017 den Nachbarsjungen belästigt haben.

Annegret B., selbst Mutter zweier Söhne, soll per Brief und über Instagram zweideutigen Kontakt zu dem Schüler aufgenommen haben. "Die Indizien sprechen gegen Sie", sagte Richter Dirk Hertle (56) im Amtsgericht Bautzen.

So habe die zierliche Frau den Burschen aufgefordert, die Umrisse seines Penis auf ein Blatt Papier zu zeichnen, heißt es in der Anklage. Ein anderes Mal habe sie ihm ein Foto geschickt, auf dem sie einen Zettel mit dem Namen des Jungen aufreizend vor ihrem Dekolleté platzierte...

Die Frau und ihr Partner haben eine sogenannte "Cuckold"-Fantasie ausleben wollen, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Das ist eine Sex-Praktik, in welcher der Mann einen Lustgewinn daraus zieht, seine Partnerin beim Sex mit einem Anderen - in dem Fall mit dem minderjährigen Jungen - zuzusehen. Zu einem Treffen kam es jedoch nie.

Annegret B. stritt alles ab. Das Verfahren wurde gegen Zahlung von 500 Euro vorläufig eingestellt.

Ob der inzwischen 14-Jährige für die Sex-Fantasien seiner Nachbarin herhalten sollte, bleibt nach wie vor ungeklärt.
Ob der inzwischen 14-Jährige für die Sex-Fantasien seiner Nachbarin herhalten sollte, bleibt nach wie vor ungeklärt.  © Peter Schulze

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