Afrikanische Ärzte lernen in Chemnitz viel über Hygiene

Chemnitz/Télimélé - Hilfe für Afrika aus Chemnitz: Zwei Mitarbeiter des Hilfsprojekts "Misside Guinea" sind dieser Tage zur Weiterbildung in Sachsen.

Ultraschall-Übung: (v.l.) Kristian Schaper, Mamadou Yéro-Aissata, Maimouna Barry und Klinik-FSJler Marc Rothe.
Ultraschall-Übung: (v.l.) Kristian Schaper, Mamadou Yéro-Aissata, Maimouna Barry und Klinik-FSJler Marc Rothe.  © Uwe Meinhold

Der Arzt Mamadou Yéro-Aissata (32) und die Hebamme Maimouna Barry (44) lernen viel über Hygiene und Organisation.

Der Waldenburger Lehrer Amadou Diallo (57) gründete das Projekt 2003 mithilfe von Supermarktchef Peter Simmel (59). Heute stehen in Télimelé drei Schulen und eine medizinische Berufsschule mit Krankenstation (TAG24 berichtete).

Die Besucher studieren moderne Apparate sowie geordnete Abläufe an den Kliniken Hartmannsdorf und Chemnitz sowie in der Chirurgiepraxis von Kristian Schaper (45).

Der Chemnitzer ist froh über das Interesse: "Am Hygienebewusstsein mangelt es in Guinea. Da liegt der Tbc-Patient neben einem Knochenbruch. Die Patientenaufnahme erfolgt nach dem Zufallsprinzip."

Allgemeinmediziner Yéro-Aissata lobt: "Die Krankenhäuser betreiben einen hohen Hygieneaufwand. Davon möchte ich lernen. Doch für moderne Geräte wie CTs haben wir kein Geld." Zudem fließe Strom in Télimélé unzuverlässig. "Dafür gibt es bei uns Internet", sagt der Arzt strahlend.

Staunend beobachtete Maimouna Barry das Ultraschallgerät von Kristian Schaper, schaute bei einem Kaiserschnitt in der Frauenklinik zu. "Das ist spannend." Jetzt besuchen die Gäste die Klinik-Notaufnahme. Gerne würden sie dort auch mitarbeiten.

Ein Arzt und eine Hebamme aus Guinea machten Station beim Chirurgen Kristian Schaper.
Ein Arzt und eine Hebamme aus Guinea machten Station beim Chirurgen Kristian Schaper.  © Uwe Meinhold

Titelfoto: Uwe Meinhold

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