Fähre von Megafrachter zerquetscht: Ermittlungen gegen Kapitän

Hamburg - Der bei der Kollision zwischen einem Megafrachter und der Hamburger Hafenfähre "Finkenwerder" (TAG24 berichtete) entstandene Schaden ist höher als bislang bekannt.

Die HADAG-Fähre "Finkenwerder" liegt mit schweren Schäden am Oberdeck am Anleger Blankenese.
Die HADAG-Fähre "Finkenwerder" liegt mit schweren Schäden am Oberdeck am Anleger Blankenese.  © Blaulicht-News.de (Archivbild)

Kein kleiner Rempler: Ein Megafrachter touchiert im Februar eine Hamburger Hafenfähre am Anleger Blankenese. Jetzt berichtet die Wasserschutzpolizei über die Ermittlungsergebnisse.

Vor allem an der Fähre und am Anleger Blankenese sei ein erheblicher Sachschaden von circa einer Million Euro entstanden, berichtet das "Hamburger Polizei Journal" in seiner neuen Ausgabe.

Bisher war der Schaden auf eine sechsstellige Summe geschätzt worden.

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Das 400 Meter lange Schiff "Ever Given" mit Platz für mehr als 20.000 Container war am 9. Februar vom Kurs abgekommen und hatte die 25 Meter lange "Finkenwerder" am Anleger zusammengedrückt.

Wind aus Südwest habe die Kollision begünstigt, ergaben die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei. Zudem habe ein Sog das Heck des Frachters gen Elbufer gezogen.

Der damals 27 Jahre alte Schiffsführer der Fähre wurde dem Bericht zufolge leicht verletzt, zwei weitere Besatzungsmitglieder konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs gegen den Kapitän des Megafrachters und gegen den Lotsen, wie eine Sprecherin der Behörde sagte.

Ein riesiges Containerschiff drückt die Fähre gegen den Anleger Blankenese.
Ein riesiges Containerschiff drückt die Fähre gegen den Anleger Blankenese.  © Blaulicht-News.de (Archiv

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