Vater sicher: Daniel Küblböck war nach Schädel-OP "ein anderer"

Berlin - Das mysteriöse Verschwinden von Daniel Küblböck (33) sorgt bis heute für Entsetzen. In der Nacht zum 9. September 2018 soll er vom Bord der AIDAluna in die eisigen Fluten des Atlantiks gesprungen sein. Sein leiblicher Vater hat eine Vermutung, wie es dazu kam.

Der gebürtige Niederbayer hatte in der ersten Staffel der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" im Jahr 2003 den dritten Platz belegt. (Bildmontage)
Der gebürtige Niederbayer hatte in der ersten Staffel der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" im Jahr 2003 den dritten Platz belegt. (Bildmontage)  © Rolf Vennenbernd/dpa , Fredrik von Erichsen/dpa (B

Nun, ein halbes Jahr später, kann der Ex-DSDS-Star von seinem Vater Günther Küblböck (54) für tot erklärt werden, weil nun das Verschollenheitsgesetz greift (TAG24 berichtete).

Heißt: Allgemein kann jemand für tot erklärt werden, wenn er seit zehn Jahren als verschollen gilt. Wenn Menschen bei einer Fahrt auf See verschwinden, gilt eine kürzere Frist von sechs Monaten.

Trotz einer großangelegten Suchaktion konnte der Entertainer bis heute weder tot noch lebendig gefunden werden.

Auch um die Gründe für diese Verzweiflungstat ranken sich Mythen, Halbwahrheiten und andere Theorien.

Das Leben des kuriosen Paradiesvogels war von früh an gezeichnet von Schicksalsschlägen. Von Alkoholproblemen ist die Rede, von Gewalt, seelischen Verletzungen und Demütigungen in der Kindheit, ebenso das Gefühl, im falschen Körper zu stecken.

Seinen Vater Günther sah er damals eher selten.
Seinen Vater Günther sah er damals eher selten.

Warum sprang der Sänger aber gegen fünf Uhr morgens in die Labradorsee und setzte seinem Leben ein Ende? Eine, der es wissen könnte, ist Daniels Vater.

Gegenüber der "Bild"-Zeitung verriet der 54-Jährige, dass Daniel bei einer Schlägerei vor einigen Jahren auf Mallorca einen Schädelbruch erlitten habe, der auch operiert werden musste und auch gut verlaufen sei.

Daraufhin habe sich der Schauspielschüler verändert. "Es war nur so, dass er danach sporadisch nachts anrief und verwirrt sprach. Ich dachte, er hätte vielleicht was getrunken. Danach war er auch wieder normal", erzählte sein Vater.

Auch der Wunsch des gebürtigen Bayers, eine Frau zu werden, sei erst nach der Kopfverletzung entstanden, wie er weiter gegenüber der Zeitung betonte. "Er hat viele verwirrende Sachen geredet. Auch mit der Frauenrolle, die plötzlich aufkam. Vielleicht hat es einen Einfluss gehabt mit der Schädelverletzung, aber es ist nichts zu beweisen. Das ist eine Vermutung, die man anstellt."

Die Ermittler gehen von einem Suizid aus. Auch sein Vater ist sich sicher, dass sein Sohn den Freitod wählte: "Daniel war nicht mehr er selbst. Er litt unter einer Psychose." Er plane nach eigenen Worten, eine Gedenktafel für seinen Sohn aufzustellen. "Das machen wir aber sehr privat, sagte er der "Bild". Eine Trauerfeier sei nicht geplant.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über Suizide zu berichten. Da der Vorfall aber eine große gesellschaftliche Relevanz hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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