Dieser Mann trinkt bis zu vier Liter Urin pro Tag, aber nicht nur durch den Mund

Hamburg - Durch Eigenurin ein besserer Mensch werden? Ein 26-jähriger Hamburger behauptet, dass er dank seiner Körperflüssigkeit kaum noch krank werde und weniger Schlaf benötige.

Jan Schünemann (26) aus Hamburg nimmt täglich seine eigenen Ausscheidungen wieder zu sich - medizinisch allzu sinnvoll ist dies allerdings nicht.
Jan Schünemann (26) aus Hamburg nimmt täglich seine eigenen Ausscheidungen wieder zu sich - medizinisch allzu sinnvoll ist dies allerdings nicht.  © instagram.com/janshamanic

Normalerweise soll man pro Tag ungefähr zwei bis drei Liter Wasser zu sich nehmen. Jan Schünemann aus Hamburg trinkt dagegen gerne mal bis zu vier Liter - allerdings kein Wasser, sondern seinen eigenen Urin!

Der Student demonstriert auf seinem Youtube- sowie seinem Instagram-Kanal ganz ausführlich, was diese ungewöhnliche Flüssigkeitsaufnahme angeblich alles in ihm bewirkt.

Darin erklärt der 26-Jährige unter anderem, dass er seine Notdurft nicht nur durch den Mund trinkt. Nein, er verreibt das ausgeschiedene Gut auch gerne mal auf seiner Haut, füllt es sich mit einer Spritze in seine Ohren oder nimmt es über Augen oder Nase wieder in seinen Körper auf.

Diese Urin-Therapie trägt den Namen "Shivambu Kalpa" und Jan ist ganz offensichtlich ein großer Verfechter des Pipi-Trinkens.

Er wäre 2017 auf diese ungewöhnliche Idee aufmerksam geworden und glaubt seitdem fest daran, dass sich der menschliche Körper selbst versorgen und durch Eigenurin sogar selbst heilen könne.

Hamburger behauptet, Eigenurin würde ihn stärker und gesünder machen

Zwischen drei und sieben Flaschen seines Harns nimmt der Hamburger jeden Tag zu sich, also ungefähr zwei bis vier Liter.

Der selbsternannte Alchemist behauptet, dass er dank des Urins in körperlicher Topform sei. Er bräuchte teilweise nur drei Stunden Schlaf am Tag, weil sein Energie-Level so hoch sei. 

Außerdem erklärt er, dass er nur noch selten krank werde und allgemein eine höhere Lebensqualität verspüre, seit er auf "Shivambu Kalpa" setze.

Der Geschmack seines Urins hänge übrigens von vielen Dingen ab: Je nachdem, was man esse oder wie hydriert man sei, kann es anders schmecken. Selbst die "mentale, emotionale und geistige Energie" hätte Auswirkungen auf den eigenen Urin.

Und er trinkt seine Ausscheidungen nicht nur frisch und brühwarm. In einem Youtube-Video schenkt sich der "White Tiger" - so nennt er sich selbst - auch mal ein Gläschen von zwei Monate alter und deutlich dunklerer Pipi ein und schüttet sie sich - ohne mit der Wimper zu zucken - in den Rachen.

Ist Urin tatsächlich gesund oder doch eher gefährlich?

Auch wenn Jan Schünemann wundersame Resultate verspricht, sollte man nicht allzu viel Wirksamkeit von dieser Therapie erwarten. 

Geschulten Medizinern zufolge scheidet der Körper über den Harn all jene Produkte aus, die er nicht mehr benötigt. Es hätte also keinen großen Sinn, sich genau diese Stoffe noch einmal einzuverleiben.

Immerhin ist Urin für gewöhnlich steril und damit ungefährlich. Es sei denn, man lässt ihn länger stehen, wie der 26-Jährige es vormacht. Dann besteht die Gefahr, dass sich darin Bakterien bilden und das könnte wiederum ungesund sein, wenn man diese in seinen Körper aufnimmt.

Sicherheitshalber ist deshalb eher davon abzuraten, den eigenen Urin zu trinken. Wasser dürfte in den meisten Fällen auch einfach besser schmecken.

Titelfoto: instagram.com/janshamanic

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