Geballte Frauenpower für den Heimatsender

Dresden/Leipzig - Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) braucht keine Frauenquote. Zumindest nicht vor der Kamera. Denn der Sender setzt konsequent auf die holde Weiblichkeit. Zuletzt lächelten wieder viele "neue" Moderatorinnen in die Kameras, manche bekam sogar ihr eigenes Format ...

v.li.: Janett Eger, Gesine Schöps, Susanne Klehn, Henriette Fee Grützner, Katrin Bauerfeind und Wiebke Binder (re.unten).
v.li.: Janett Eger, Gesine Schöps, Susanne Klehn, Henriette Fee Grützner, Katrin Bauerfeind und Wiebke Binder (re.unten).  © MDR/STAR MEDIA (Montage)

Sie war beim MDR noch ein recht unbeschriebenes Blatt, wenngleich sie schon viel gemacht hat - im Internet, für 3sat und sogar zusammen mit Harald Schmidt: Katrin Bauerfeind (36). Nun hat sie ihre eigene Talksendung "Bauerfeind - Die Show zur Frau" (25. Mai, 22.35 Uhr).

"So eine Sendung wollte ich immer schon machen. Ich bewege mich inhaltlich praktisch zwischen Heidi Klum und Maybrit Illner", meint die Journalistin.

Susanne Klehn (37) ist dagegen eine alte Bekannte. Mit „Klehn hat’s gesehn“ hatte sie ihr eigenes Fernsehformat, war die Promiexpertin des MDR.

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Dann wechselte sie 2015 ins Frühstücksprogramm zu RTL. Seit vergangenen Jahr gehört sie neben Mareile Höppner und Kamilla Senjo zum Power-Trio von Brisant (Mo-Fr, 18.10 Uhr).

Mehr Weiblichkeit wollte man scheinbar auch für die "MDR Zeitreise" (Sonntags 22.15 Uhr). Die Magdeburgerin Janett Eger (34) löste Moderator Mirko Drotschmann ab.

Ihren freigewordenen Platz bei "Einfach genial" (21. Mai, 19.50 Uhr) übernimmt Henriette Fee Grützner (32), die das Reporter-Handwerk beim Radio erlernte, 2017 sogar als beste Newcomerin mit dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet wurde. MDR-Zuschauer dürften sie schon aus "Voss und Team" kennen.

Wiebke Binder (38) ist Nachrichtensprecherin bei "MDR aktuell". Inzwischen moderiert sie auch "Exakt" (22. Mai, 20.15 Uhr). Binder: "Investigativ recherchieren, hintergründig berichten, in längeren Reportagen auch die Zeit dafür haben und so die MDR-Zuschauerinnen und -Zuschauer mitnehmen – das macht den Reiz aus.“

Gesine Schöps (31) wollte hingegen gar nicht zum Fernsehen. "Journalismus war eigentlich nie mein Plan“, erzählt sie. „Mit 18 war ich der festen Überzeugung: Ich werde mal Logopädin."

Ein Praktikum beim MDR veränderte aber alles. Seitdem war die Leipzigerin vor allem als Reporterin unterwegs. Seit April verstärkt sie täglich 19 Uhr als Moderatorin das Sachsenspiegel-Team.

Titelfoto: MDR, imago/STAR-MEDIA (Montage)

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