Letztes Inselfest in Laubegast: Darum ist jetzt wirklich Schluss

Dresden - Nichts wie hin - nach Laubegast. Freitag startet hier das letzte, das allerletzte Inselfest! Denn die beliebte Stadtteil-Sause wird es so in dieser Form wohl nicht mehr geben.

Kai Altmann (44, v.l.), Thomas Böhme (58) und Falk Altmann (49) sind die Macher des Stadtteilfestes.
Kai Altmann (44, v.l.), Thomas Böhme (58) und Falk Altmann (49) sind die Macher des Stadtteilfestes.  © Norbert Neumann

Fast drei volle Tage lang sind am Elbufer Musikanten, Schausteller, Bastler und Wirte zugange. Der 14. Laubegaster Drachenboot-Cup und der 10. Benefiz-Rückwärtslauf sorgen für Wettbewerbsstimmung.

Samstagabend gibt's Feuerwerk. Den Auftakt macht bereits am 7. August der Eisgarten Huß mit seiner Kultparty "Schlambada".

Das Motto des Inselfestes lautet in diesem Jahr "Mit Pauken und Trompete ... zum letzten Mal". Tatsächlich?

"Leider. Es ist finanziell einfach zu riskant geworden", sagt Falk Altmann (49), Vorsitzender des Inselfest-Vereins Laubegast.

"Die Produktionskosten liegen inzwischen bei rund 100.000 Euro. Zwar kommt einiges aus Eintrittsgeldern, Standgebühren und Sponsoring wieder rein, in diesem Jahr noch ergänzt durch einen 6500-Euro-Zuschuss der Stadt, doch am Ende ist es immer eng."

So eng, dass 2018 kein Fest stattfand. Denn neben der Bürokratie und den Kosten für Sicherheit und Versicherungen schlagen auch Rechnungen der DREWAG zu Buche.

Die 20 Macher im Verein ("alle aus Laubegast, bis auf eine Tolkewitzerin, die aber aus Laubegast stammt") sind durchweg ehrenamtlich tätig, darunter Altmanns Bruder Kai (44).

Das Inselfest hat musikalisch viel zu bieten. Es wurde nach der Flut 2002, als Laubegast zu einer Insel wurde, so benannt.
Das Inselfest hat musikalisch viel zu bieten. Es wurde nach der Flut 2002, als Laubegast zu einer Insel wurde, so benannt.  © PR

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