HSV-Linksverteidiger Leibold bricht mit Traumtor endlich den Bann

Hamburg - Er hat es endlich geschafft! Tim Leibold hat am Montagabend beim 3:1-Auswärtssieg des Hamburger SV beim VfL Bochum seinen ersten Treffer für seinen neuen Verein geschossen.

Tim Leibold jubelt über seinen ersten Treffer im HSV-Dress.
Tim Leibold jubelt über seinen ersten Treffer im HSV-Dress.  © Guido Kirchner/dpa

Es lief die 68. Spielminute, als sich der Linksverteidiger nach einer abgewehrten Ecke ein Herz nahm und den Ball volley unter die Latte nagelte - ein absolutes Traumtor!

"Bei meiner Schussqualität bin ich ja schon froh, wenn der Ball aufs Tor geht", sagte der 26-Jährige nach der Partie mit einem Lächeln auf den Lippen. Umso schöner sei es gewesen, dass der Ball so ins Tor gegangen sei.

Bis dato war Leibold nicht unbedingt als Torjäger bekannt. Für den HSV war es der erste Treffer, bei seinem vorherigen Verein, dem 1. FC Nürnberg, gelangen ihm in drei Jahren immerhin acht Tore in 102 Spielen.

Der Treffer gegen Bochum war allerdings nicht nur schön, sondern auch wichtig. Denn nur drei Minuten zuvor ging der VfL Bochum durch Simon Zoller in Führung. Mit seinem Ausgleichstor ebnete Tim Leibold seiner Mannschaft den Weg zum Sieg. "Das war vielleicht ein Wachmacher für die Mannschaft, ein wichtiger Zeitpunkt", gab er zu.

Ähnlich sah es sein Trainer Dieter Hecking, der mit der Leistung des HSV vor allem direkt nach der Halbzeit nicht zufrieden war. "Mir war klar, dass das Spiel nicht zu unseren Gunsten ausgeht, wenn wir nicht sofort den Schalter umlegen", sagte er.

HSV nutzt Patzer der Konkurrenz

Leibold nahm den Ball nach einer abgewehrten Ecke direkt aus der Luft und erzielte den Ausgleich.
Leibold nahm den Ball nach einer abgewehrten Ecke direkt aus der Luft und erzielte den Ausgleich.  © Guido Kirchner/dpa

Mit dem Traumtor von Leibold habe seine Mannschaft aber sofort eine Reaktion gezeigt. Laut dem Linksverteidiger habe das "Fesseln gelöst". Und anschließend ging der 26-Jährige wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nach - dem Tore vorbereiten.

Den zwischenzeitlichen 2:1-Treffer des kurz zuvor eingewechselten Joel Pohjanpalo (74.) legte er mit einem gekonnten Pass in die Tiefe auf. Es war mittlerweile seine elfte Vorlage im 20. Saisonspiel - Ligaspitze!

Der Sieg war allerdings ein hartes Stück Arbeit, wie Leibold zugab. "Der VfL Bochum ist heimstark, hatte bislang zu Hause nur eine Partie verloren. Insofern freuen wir uns sehr über diesen Dreier", erklärte der Linksverteidiger.

Aufgrund der Patzer der Konkurrenz - Arminia Bielefeld und der VfB Stuttgart spielten nur Unentschieden - war der HSV der große Gewinner des Spieltages. Auf den Spitzenreiter aus Ostwestfalen beträgt der Rückstand nur noch einen Zähler, vor den Schwaben haben die Rothosen nun zwei Punkte Vorsprung.

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