Wasserkrise durch Trockenheit: Klimawandel macht sich in Bayern bemerkbar

Von Marco Hadem

München - Die lange Trockenheit im April hat in verschiedenen Regionen Bayerns bereits zu ersten Niedrigwasser-Situationen des Jahres geführt. Ergiebige Niederschläge gab es kaum, stattdessen vielerorts Dürre.

Vor allem in Bayern trocknen die Felder aus.  © Martin Schutt/dpa

"In den zurückliegenden Wochen hat es deutlich zu wenig geregnet. Im April 2026 betrug der Flächenniederschlag für Bayern nur 17 Millimeter", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) in München zum aktuellen Bericht des Niedrigwasser-Informationsdienstes.

Aktuell zeigen demnach 90 Prozent der Fließgewässer-Messstellen sowie 67 Prozent der oberflächennahen Grundwasser-Messstellen sowie Quellen niedrige Verhältnisse. An knapp 30 Prozent der beobachteten Seen und Speicher seien zudem für die Jahreszeit niedrige Wasserstände und an fast 20 Prozent sogar sehr niedrige Wasserstände registriert worden.

"Die Behörden beobachten die Wassersituation genau. Um Nordbayern mit ausreichend Wasser aus dem Süden zu versorgen, setzen wir in Bayern bei Bedarf auf unser Überleitungssystem", betonte Glauber. 

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Die Überleitung soll Wasser aus dem Süden des Freistaates nach Nordbayern fördern. Dazu werden über den Main-Donau-Kanal zusammen mit dem Fränkischen Seenland die Flusssysteme von Regnitz und Main bei Trockenheit mit zusätzlichem Wasser aus Donau und Altmühl versorgt.

Auf diese Weise werden nicht nur die Gewässer samt Tieren und Pflanzen unterstützt, sondern auch das Grundwasservorkommen in Nordbayern. 

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Ackerfelder trocknen in Folge des fehlenden Regens aus.  © Boris Roessler/dpa

Dürrephasen werden auch in Zukunft zunehmen

Im Mittel werden laut Umweltministerium etwa 150 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr nach Nordbayern umgeleitet. Derzeit würden aber noch keine größeren Mengen übergeleitet, da die Pegel in Nordbayern dies noch nicht erforderten, hieß es. Prognosen sehen wegen des Klimawandels in Bayern eine Zunahme an Dürrephasen voraus.

Dadurch wird die gleichmäßige Wasserversorgung und Verfügbarkeit eine zunehmende Herausforderung. "Unser Wasser ist einem dauerhaften Stresstest ausgesetzt", betonte Glauber.

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