Oliver Pocher gegen die AfD: Streitgespräch bei RTL mit Politiker

Köln – Der Twitter-Streit zwischen Oliver Pocher (41) und Politikern der AfD geht in die nächste Runde.

Dr. Martin Vincentz (33) und Oliver Pocher (41).
Dr. Martin Vincentz (33) und Oliver Pocher (41).  © screenshot/RTL.de

RTL zeigte bei "Guten Morgen Deutschland" ein Zwiegespräch zwischen Pocher und dem AfD-Politiker Dr. med. Martin Vincentz (33).

Der Comedian kritisierte erneut die Art und Weise, wie AfD-Politiker Verbrechen instrumentalisieren und mit Hetze und Hassreden ihre Agenda durchdrücken.

"Man kann nicht Abgeordneter im Bundestag sein und auf Twitter den Tag von Angela Merkels Geburt verfluchen. Das kann man nicht machen", so Pocher in dem Gespräch und man merkt, wie sehr in dieses Thema mitnimmt.

Vincentz, der ruhig und reflektiert wirkt, begründet das ganze damit, dass "bei Twitter mal schnell etwas gepostet wird, dass an den Pressesprechern vorbeigeht."

Ein Argument, welches Pocher nicht gelten lassen kann und will: "Ne ne, Moment. Das ist keine... Wenn ich da sitze und sowas poste. Da gibt es einfach nichts. Soviel Hirn muss ich auch ihr zugestehen."

Der AfD-Politiker wendet das Thema daraufhin in eine andere Richtung. "Wir sind eine Partei von 30.000 Mitgliedern. Es gibt welche, die fallen häufiger mal auf, aber es ist nicht angebracht, eine ganze Partei über einen Kamm zu scheren."

Auch hier weiß Pocher mit Gegenargumenten zu arbeiten: "Ihr fischt am rechten Rand, das ist so. So lange ihr einen Höcke in der Partei habt und nicht sagt, 'der Spinner muss jetzt weg' und nachweislich mit Rechtsradikalität zu tun habt. Da muss man sich doch stärker von Positionieren."

Oliver Pocher hält von der AfD nichts.
Oliver Pocher hält von der AfD nichts.  © screenshot: RTL.de

Für Pocher ist klar: "Die AfD arbeitet mit Angst."

Moderator Wolfram Kons will wissen, wo der Hass so vieler Anhänger herkommt. Hass, den auch Pocher bei Twitter zu spüren bekommt.

"Es gibt nachweisliche Menschen, die nichts anderes zu tun haben, als zu beschimpfen. Dann bist du sofort eine linksliberale Zecke und ein Spinner und was mit meinen Kindern alles passieren soll. Das geht alles drüber hinaus."

Vincentz stimmt Pocher hier zu: "Das geht gar nicht. An dieser Stelle ein klarer Appell: das geht nicht."

Für den Politiker ist die AfD jedoch nicht der Auslöser für diese Aggressionen, sondern der Puffer: "Ihr könnt uns wählen, auch wenn wir hier, wie sie sagen, die Rechten mitnehmen. Aber besser das, als Leute zu beschimpfen, unflätig zu werden. Besser uns wählen, als in irgendeiner Art und Weise Aggression zu zeigen."

Dass Pocher darauf das Beispiel der Abgeordneten aufgreift, die Merkel beschimpft hat, ohne das es parteiinterne Konsequenzen gab, zeigt, dass er daran zweifelt. "Dass man das so durchwinkt, gibt es bei euch einfach zu oft. Und man muss klar sagen, dass da einiges bei euch schiefläuft."

Vincentz muss die Antwort schuldig bleiben, weil Moderator Kons zum Schluss wissen will, ob Oliver Pocher eine politische Karriere anstrebt. Der verneint dies jedoch. "Da bin ich eher Einzelgänger, als dass ich mich da einer Partei anschließen würde."

Sein Gegenpart Vincentz ist sich sicher, dass viel AfD-Schelte nur aus dem Grund käme, weil es Applaus im Netz dafür gibt.

Pocher braucht das, wie er sagt nicht. "Das ist mir total egal. Aber die Ausfälle sind bei euch am höchsten und wenn ich über alles twittern würde, käme ich da überhaupt nicht mehr raus."

Dr. Martin Vincentz argumentiert für die AfD.
Dr. Martin Vincentz argumentiert für die AfD.  © screenshot: RTL.de

Titelfoto: screenshot: RTL.de

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