Kult-Trainer Ede Geyer teilt gegen den modernen Fussball aus: "Das ist Kinderkram!"

Cottbus/Leipzig - Der frühere Bundesliga-Trainer Eduard Geyer hat die zunehmende Verwissenschaftlichung des Fußballs kritisiert.

Ede Geyer stand über zehn Jahre an der Seitenlinie von Energie Cottbus.
Ede Geyer stand über zehn Jahre an der Seitenlinie von Energie Cottbus.  © dpa/Jörg-Florian Eisele

"Begriffe wie abkippende Sechs oder falsche Neun geben mir wenig. Heute haben Trainer tausend Parameter, und dann rutscht der Nachtwächter im entscheidenden Moment aus, weil er die falschen Schuhe anhat. Grundsätzlich wird mir der Fußball heute zu sehr zum Heiligtum gemacht", sagte Geyer dem "Kicker" (Montag).

Der frühere Cottbus-Trainer feierte am Montag seinen 75. Geburtstag.

Mit einigen Macken der heutigen Trainer-Generation kann Geyer wenig anfangen. "Was mich stört, ist, wenn Trainer bei einer Einwechslung etwa die Hand vor den Mund halten, damit man nicht sehen kann, was sie sagen. Das ist Kinderkram", bemängelte der letzte DDR-Auswahlcoach.

Als Ausnahmen bezeichnete Geyer den Schalker David Wagner und Jürgen Klopp: "Der ist in seiner Art ja bisweilen eher mein Stil. Ich habe mich sehr gefreut, dass er die Champions League gewonnen hat und Welttrainer geworden ist."

Geyer stand über 10 Jahre an der Seitenlinie von Energie Cottbus. Das Geburtstagskind führte die Lausitzer während seiner Amtszeit aus der Dritten Liga sensationell in die Bundesliga.

Eduard Geyer feiert seinen 75. Geburtstag.
Eduard Geyer feiert seinen 75. Geburtstag.  © dpa/Sebastian Kahnert

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