Frau stirbt nach Kokain-Blowjob: Urteil vertagt, Arzt könnte höhere Strafe bekommen

Magdeburg/Halberstadt - Anders als erwartet ist im Prozess gegen einen Arzt, der Frauen gefügig gemacht haben und für den Tod einer 38-Jährigen verantwortlich sein soll, kein Urteil gesprochen worden. Das Landgericht Magdeburg vertagte am Mittwoch die Verhandlung zunächst auf den 28. Januar. Wie nun bekannt wurde, könnte den 43-Jährigen sogar eine noch höhere Strafe erwarten.

Der 43-Jährige hatte mehreren Frauen beim einvernehmlichen Sex Kokain über seinen Penis verabreicht.
Der 43-Jährige hatte mehreren Frauen beim einvernehmlichen Sex Kokain über seinen Penis verabreicht.  © Tom Wunderlich

Zuvor hatte die Verteidigung erfolglos die Aussetzung des Prozesses gegen den 43-Jährigen beantragt. Hintergrund war der rechtliche Hinweis der Kammer, dass höhere Strafen in drei von zehn Anklagepunkten möglich seien.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Chefarzt einer Klinik unter anderem Vergewaltigung mit Todesfolge vor. Insgesamt sind zehn Fälle zwischen September 2015 und Februar 2018 angeklagt.

Alle Taten ereigneten sich im Privatleben des gebürtigen Österreichers mit deutschem Pass. Eine Frau war im Februar 2018 nach einer Überdosis Kokain gestorben, das der Angeklagte ihr heimlich beim Oralsex verabreicht haben soll (TAG24 berichtete).

Der Prozess war größtenteils nicht öffentlich, so auch die Plädoyers. Wie es nun bei der Fortsetzung des Verfahrens am kommenden Montag weitergeht, war zunächst offen.

Denkbar ist, dass es weitere Anträge der Verteidigung gibt. Aber auch eine Wiederholung der Plädoyers und ein Urteil sind möglich.

Titelfoto: Tom Wunderlich

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