Neue Hinweise: Starb der Manager (†38) der "Kastelruther Spatzen" bei tragischem Unfall?

Karlheinz Gross (†38) war Manager der Volksmusikgruppe "Kastelruther Spatzen". Er wurde am 6. März 1998 schwerverletzt in einem Magdeburger Industriegebiet gefunden. Im Krankenhaus verstarb er.
Karlheinz Gross (†38) war Manager der Volksmusikgruppe "Kastelruther Spatzen". Er wurde am 6. März 1998 schwerverletzt in einem Magdeburger Industriegebiet gefunden. Im Krankenhaus verstarb er.  © Sterbebilder Schwemberger

Magdeburg - Nach der Ausstrahlung des Todesfalls um Karlheinz Gross (†38), Manager der Volksmusikband "Kastelruther Spatzen", sind bei der Polizei zahlreiche Hinweise eingegangen - obwohl die Tragödie bereits knapp 20 Jahre zurückliegt.

Wie ein Sprecher der Magdeburger Polizeidirektion am Donnerstagmorgen sagte, haben sich während und nach der Sendung viele Zuschauer gemeldet. "Bislang sind 15 Hinweise bei uns eingegangen", bestätigte er TAG24.

Unter anderem soll ein Anrufer behauptet haben, der offensichtliche Mord war ein Unfall. Diese These könnte für die Quetschverletzungen und Knochenbrüche am Körper des 38-Jährigen sprechen. Jedoch seien die Kopfverletzungen nicht durch einen Unfall entstanden. Auch sei der Fund- nicht der Tatort. Zudem habe Gross eine hohe Summe Bargeld bei sich gehabt, was wiederum eine Raubstraftat ausschließt.

Der Manager der Südtiroler Volksmusikgruppe wurde am 6. März 1998 von einem Lkw-Fahrer in einem Magdeburger Industriegebiet mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen gefunden. Trotz einer Not-OP ist der Manager noch am selben Abend verstorben.

Die "Kastelruther Spatzen" sind eine der erfolgreichsten Volksmusikgruppen im deutschsprachigen Raum. Sie wurden 1975 im Südtiroler Ort Kastelruth gegründet.
Die "Kastelruther Spatzen" sind eine der erfolgreichsten Volksmusikgruppen im deutschsprachigen Raum. Sie wurden 1975 im Südtiroler Ort Kastelruth gegründet.  © DPA

Der Polizei ist noch immer unklar, was in den 90 Minuten vor seinem Auffinden passiert ist. Die "Kastelruther Spatzen" waren nach einem Auftritt in der Magdeburger Stadthalle weiter nach Essen gereist. Gross blieb zurück, da ein Transporter kaputt war.

Zwei Kilometer entfernt von der Werkstatt, in der es einen Streit zwischen dem 38-Jährigen und den Mitarbeitern gegeben hatte, wurde er auf der Steinkopfinsel im Stadtteil Rothensee gefunden. Er wies neben schwersten Kopf- auch Quetschverletzungen und Knochenbrüche am Körper auf.

800 Personen wurden seit dem Tod von Karlheinz Gross befragt und vernommen. Mehr als fünf Tatverdächtige hätten sich bei den Ermittlungen herauskristallisiert, sagte Polizeihauptkommissar Mike von Hoff. Darunter sollen sowohl die Werkstattmitarbeiter als auch der Lkw-Fahrer, der Gross gefunden hatte, sein.

Sogar ein Magdeburger Fanclub der "Kastelruther Spatzen" geriet in den Verdacht, weil ihm Ende 1997 der offizielle Status entzogen wurde. Grund: Verdachts zu hoher Mitgliedsbeiträge. Gegen keine der Personen hätte sich jedoch ein erhärteter Tatverdacht ergeben, so von Hoff.


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