Nina-Maria Mixtacki: Sachsens jüngste Pfarrerin liebt Yoga und den Glauben

Mittweida - Zweieinhalb Jahre blieb die Pfarrstelle unbesetzt, nun weht frischer Wind auf der Kanzel. Nina-Maria Mixtacki ist Mittweidas neue Pfarrerin.

"Es gab Reibungspunkte": Die sportlich-schlanke Pfarrerin Nina-Maria Mixtacki (30) liebt auch Yoga.
"Es gab Reibungspunkte": Die sportlich-schlanke Pfarrerin Nina-Maria Mixtacki (30) liebt auch Yoga.  © Ralph Kunz

Sie wurde mit ihren 30 Jahren als noch recht junge Pfarrerin herzlich von der Gemeinde empfangen.

Bevor sie ihren Dienst zum Neujahr in Mittweida antrat, arbeitet die Pfarrerin in der Oberlausitz. "Die Frömmigkeitsprägung dort war sehr speziell und konservativ." So ergaben sich Reibungspunkte.

Als junge, alleinstehende Frau hatte es die heute 30-Jährige schwerer, als manch andere Kollegen. "Das Verhalten mir gegenüber war anders. Mir haben wohl 30 Kilo Kampfmasse und ein Bart gefehlt", scherzt die Pfarrerin.

Die Geistliche hat außerdem noch ein Hobby, das manchen Gemeindemitgliedern nicht willkommen war: Nina-Maria Mixtacki macht leidenschaftlich gerne Yoga. Dass Glauben und Yoga ganz wunderbar Hand in Hand gehen, davon ist sie überzeugt. "Ich gehe davon aus, dass Menschen aus Körper, Geist und Seele bestehen. Unsere heutige Spiritualität ist leider sehr kognitiv geprägt. Da gibt es kaum Elemente, die unsere Sinne und unseren Körper ansprechen", sagt die Pfarrerin.

"Kirchen und Klöster waren schon immer spirituelle Zentren, Orte der Meditation und der Neuausrichtung. Das zur Ruhe kommen und in der Stille vor Gott sein ist etwas Urchristliches."

Ihr erster Gottesdienst in der Stadtkirche Mittweida vergangenen Sonntag war proppevoll. "Wir mussten sogar drei extra Stuhlreihen stellen", freut sich die 30-Jährige. Übrigens: Ginge es nach der jungen Pfarrerin, würde sie Kirche so gestalten, dass sich alle eingeladen fühlen.

"Es muss nicht zwingend nur einen Sonntags-Gottesdienst geben. Mit unseren Angeboten wollen wir alle Genrationen ansprechen."

Alle wollten die neue Yoga-Pfarrerin sehen: Bei ihrem ersten Gottesdienst blieb kein Platz leer.
Alle wollten die neue Yoga-Pfarrerin sehen: Bei ihrem ersten Gottesdienst blieb kein Platz leer.  © Ralph Kunz
Erst nach Jahren konnte die Pfarrstelle in der Stadtkirche Mittweida wieder besetzt werden.
Erst nach Jahren konnte die Pfarrstelle in der Stadtkirche Mittweida wieder besetzt werden.  © Ralph Kunz

Titelfoto: Ralph Kunz

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