Nesquik: Unglaublich, was Tester im beliebten Kakao finden!

Frankfurt/Main - Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" hat Kakaopulver untersuchen lassen. Die Ergebnisse sind erschütternd: viel zu viel Zucker und teilweise auch Mineralölrückstände sind in den süßen Pulvern enthalten. Nestles Nesquik belegt den letzten Platz.

Bildmontage: Mineralöl wurde im Nestlé Nesquik gefunden - das bedeutet: Note "ungenügend" im Test! (Symbolbild)
Bildmontage: Mineralöl wurde im Nestlé Nesquik gefunden - das bedeutet: Note "ungenügend" im Test! (Symbolbild)  © DPA/Nestlé

Die gute Nachricht am Beginn: Ein Kakao-Pulver hat die Note "sehr gut", einige sind gut. Am Ende aber steht ein Pulver von Nestle, das ganz offenbar mit sehr schlechten Werten im "Öko-Test" zu kämpfen hat.

Besonders bei Kindern sind kakaohaltige Getränkepulver beliebt. Allerdings enthalten sie kaum Gesundes... neben sehr viel Zucker stecken in manchen Produkten auch problematische Mineralölrückstände. Besonders viel davon wurde im Kakao von Nestlé Nesquik gefunden.

Mineralölreste stecken leider auch in Müslis, in verschiedenen Thunfisch-Sorten und in Fleischersatz. Sehr oft betroffen sind Süßigkeiten, wie etwa Ferreros Kinder-Riegel oder Schoko-Figuren.

Da Kakao nahezu 80 Prozent Zucker enthält, raten Experten zu "mäßigen Konsum". Vor allem Kleinkinder sollten daher nur selten Kakao trinken!

Wie jüngst getestet wurde, sind Kakaopulver belastet, schreibt >> "Öko-Test".

Viel zu viel Zucker im Kakao

Schädliche Rückstände können durch die Verpackung auf den Kakao übergehen
Schädliche Rückstände können durch die Verpackung auf den Kakao übergehen  © DPA

Insgesamt hat das Verbrauchermagazin 13 kakaohaltige Getränkepulver für Kinder getestet.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur ein Kakao ist mit "sehr gut" empfehlenswert. Sieben Kakao-Sorten schneiden mit "gut" ab. Der Rest ist Mittelfeld.

Nestlé Nesquik landet allerdings mit "ungenügend" auf dem letzten Platz. "Das Markenprodukt enthielt im Test unter anderem stark erhöhte Gehälter an Mineralölbestandteilen (MOSH/POSH) und zu viel Zucker", so die Tester.

"Wir haben im Labor nachmessen lassen, wie viel Zucker die Kakaomenge enthält, die die Hersteller pro Glas empfehlen. Einige Hersteller raten allen Ernstes, fünf Kaffeelöffel Kakaopulver in ein Glas Milch zu mischen. Das entspricht in einem Fall ganzen 16,1 Gramm Zucker. Der Zuckergehalt liegt so mit einem einzigen Glas Kakao über der WHO-Empfehlung von 15 Gramm Zucker täglich für dreijährige Kinder", bemängeln die Tester weiter.

In vier Produkten stecken "erhöhte" bis "stark erhöhte" Gehalte der gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/POSH. Im Tierversuch habe MOSH Organe geschädigt!

Derartige Rückstände des schädlichen Stoffes können durch die Verpackung auf die Lebensmittel übergehen, "aber auch bereits in der Produktion – wenn die Kakaobohnen oder der Zucker mit Schmierölen in Kontakt kommen". Oft seien die Jutesäcke, mit denen Kakaobohnen nach der Ernte transportiert werden, mit speziellen Ölen behandelt.

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