Bundespräsident dankt Rainer Eppelmann für Demokratischen Aufbruch in der DDR

Berlin - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (67, SPD) hat die politische Lebensleistung des früheren DDR-Bürgerrechtlers Rainer Eppelmann (79) gewürdigt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (67, SPD, l.) dankte DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann (79, r.) für seinen Einsatz. (Archivbild)
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (67, SPD, l.) dankte DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann (79, r.) für seinen Einsatz. (Archivbild)  © Annette Riedl/dpa

Vor dessen 80. Geburtstag am Sonntag schrieb Steinmeier: "Mit Ihrem ganz persönlichen Einsatz für Freiheit und Demokratie sind Sie zum Vorbild für viele Menschen geworden - als Stimme der Bürgerbewegung in der DDR, bei der Friedlichen Revolution vor dreißig Jahren und bis heute."

Eppelmann habe in der Haft zu DDR-Zeiten am eigenen Leib erfahren, wie Menschenrechte und Menschenwürde mit Füßen getreten würden. Unermüdlich sei sein Einsatz für Freiheit als Grundbestand demokratischer und rechtsstaatlicher Ordnung, unermüdlich heute auch sein Bemühen, die Schrecken der DDR anschaulich zu machen.

"Die Menschen, die Ihnen begegnen, spüren bis heute, dass hinter dem, was Sie sagen, ein mutig gelebtes Leben steht, das Ihre Worte beglaubigt", schrieb der Bundespräsident. "Wahrheit und Klarheit sind die Konstanten, denen Sie sich zeit Ihres Lebens verpflichtet gefühlt haben und weiterhin verpflichtet fühlen. Für all das sage ich Ihnen heute meinen Dank."

Eppelmann war in der DDR für seine Blues-Messen in Ost-Berliner Kirchen bekannt. Während der friedlichen Revolution in der DDR 1989 gründete er mit anderen den Demokratischen Aufbruch. Heute ist Eppelmann Vorsitzender des Vorstands der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Titelfoto: Annette Riedl/dpa

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