Mainz - Im Bund und in den Ländern wird es immer schwieriger, Mehrheiten ohne die AfD zu finden. Im aktuellen ZDF-Politbarometer wurden die Menschen in Deutschland gefragt, ob die sogenannte "Brandmauer", mit der die CDU eine Zusammenarbeit mit der Rechtsaußen-Partei ausschließt, fallen sollte.
Nach wie vor hält eine klare Mehrheit von 63 Prozent der befragten Wahlberechtigten eine klare Abgrenzung der CDU zur AfD für richtig. 35 Prozent findet das Festhalten an der "Brandmauer" nicht richtig. Der Rest antwortete zu 100 Prozent hier und im Folgenden mit jeweils "weiß ich nicht".
Auch eine politische Zusammenarbeit mit der Linken schließt die CDU aus. Hier zeichnet sich aber ein anderes Meinungsbild in der Gesellschaft ab. Nur 37 Prozent halten dies für richtig, während 57 Prozent diese Haltung für nicht richtig halten.
Allerdings lehnen die Anhänger der Union mehrheitlich auch die Kooperation mit der Linken ab (60 Prozent). Eine Zusammenarbeit mit der AfD hält eine noch größere Mehrheit von 79 Prozent für falsch.
AfD mit neuem Rekordwert im aktuellen ZDF-Politbarometer
Nichtsdestotrotz ist die AfD weiterhin unter den Befragten stärkste Partei. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, erhielte sie mit 28 Prozent (plus 1 Prozentpunkt im Vergleich zur letzten Umfrage vor zwei Wochen) einen neuen Rekordwert.
Dahinter rangierten CDU/CSU mit 24 Prozent (minus 1), SPD mit 12 Prozent (plus 1) Bündnis90/Die Grünen ebenfalls mit 12 Prozent (minus 2) und die Linke mit unverändert 11 Prozent.
Die FDP käme auf 4 Prozent (plus 1) und würde damit an der Fünfprozentklausel scheitern. Alle anderen Parteien erhielten zusammen unverändert 8 Prozent, wobei keine mindestens 3 Prozent erreichen würde. Bei einem solchen Ergebnis hätte Schwarz-Rot weiterhin keine Mehrheit.
Wie üblich wurde die Umfrage zum Politbarometer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt, die in der Zeit vom 16. bis zum 18. Juni 1190 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch oder online befragte.