Deutsch-französisches Kampfjet-Projekt gescheitert: Das sagen Merz und Macron

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Von Michael Fischer, Michael Evers und Rachel Sommer

Berlin - Nach jahrelangen Vorbereitungen ist das milliardenschwere Rüstungsprojekt eines deutsch-französischen Kampfjets gescheitert. Bundeskanzler Friedrich Merz (70) und der französische Präsident Emmanuel Macron (48) seien zu der gemeinsamen Einschätzung gekommen, dass die Unternehmen Dassault und Airbus beim Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht zusammenfinden, hieß es aus deutschen Regierungskreisen. 

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU, l.) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) haben die Notbremse gezogen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU, l.) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) haben die Notbremse gezogen.  © Kay Nietfeld/dpa

"Diese Realität erkennen sie an." Merz habe Macron daher nahegelegt, den Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht weiterzuverfolgen.

Weitergeführt werden solle aber die gemeinsame Vernetzung von unterschiedlichen Waffensystemen, Plattformen oder Sensoren in einer sogenannten "Combat Cloud". Das Future Combat Air System FCAS ist damit nicht vollständig vom Tisch. 

Den Startschuss für das prestigeträchtige Projekt hatten die damalige Kanzlerin Angela Merkel (71, CDU) und Macron im Juli 2017 gegeben. Die Vorstellungen von den Fähigkeiten eines Kampfjets bei Airbus und Dassault gingen zuletzt aber weit auseinander. 

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Dassault hatte einen übergroßen Teil am Projekt sowie die Führung beansprucht. Von deutscher Seite wurde dagegen die Erwartung geäußert, dass sich Dassault "an die bestehenden Vereinbarungen" hält, nach der die Unternehmen gleichermaßen beteiligt werden sollen. Auch früher hatte es immer wieder Zank um die Aufteilung gegeben. 

Die politische Entscheidung über das Projekt wurde mehrfach verschoben, jetzt haben Macron und Merz es endgültig gestoppt.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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