Standortwechsel: Renommierte Hochschule zieht nach Düsseldorf
Von Dorothea Hülsmeier
Düsseldorf - Die renommierte private Wirtschaftshochschule Otto Beisheim School of Management (WHU) verlegt ihren Hauptstandort von Rheinland-Pfalz nach Düsseldorf.
Die Aktivitäten der WHU sollen bis zum Jahr 2034/35 auf einem Campus in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt gebündelt werden. Das teilten die NRW-Landesregierung und die WHU gemeinsam mit.
Geplant sei ein großer Neubau im Medienhafen Düsseldorfs. Über die Kosten des Projekts wurde zunächst nichts bekannt. Die WHU hat bereits seit 2010 einen Standort in Düsseldorf.
Hauptsitz der privaten Wirtschaftsuni, die regelmäßig in internationalen Rankings als eine der führenden Business Schools Europas gelistet wird, ist bislang Vallendar bei Koblenz. Die 1984 gegründete Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung (WHU) hat aktuell 2100 Studentinnen und Studenten an ihren zwei Standorten in Vallendar und Düsseldorf.
"Das Ziel ist, beide Standort bis 2034 zu vereinen", sagte der WHU-Rektor Christian Andres in Düsseldorf. Aus dem Nebensitz Düsseldorf werde dann der Hauptsitz der WHU.
Andres versprach, dass der Studienbetrieb in Vallendar so lange aufrechterhalten werde. "Alle Studierenden, die in Vallendar ein Studium beginnen, werden das auch dort abschließen können."
Düsseldorf und NRW sollen von WHU profitieren
In Düsseldorf ist die Freude über den geplanten Umzug der international bekannten Uni an den Rhein groß. Nach Worten von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (51, CDU) unterstreicht die Entscheidung der WHU für Düsseldorf "die internationale Anziehungskraft Nordrhein-Westfalens als Standort für Spitzenforschung und unternehmerische Ideen".
Als eine der führenden Hochschulen für Unternehmensgründungen könne die WHU zusätzliche Impulse für Innovation und wirtschaftliches Wachstum setzen.
"Die Sitzverlegung der WHU hier nach Düsseldorf ist daher ein echter Gewinn für unsere Hochschullandschaft, aber auch für unser Start-up-Ökosystem in Nordrhein-Westfalen", sagte Wüst.
Die WHU hat sich einen internationalen Ruf durch bekannte Start-up-Gründungen aus der Universität heraus erworben. Zu den erfolgreichsten gehören Zalando, Flixbus und Hellofresh.
Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (56, CDU) bezeichnete den künftigen Campus als ein Leuchtturmprojekt für Düsseldorf. "Die WHU stärkt unseren Wirtschaftsstandort und macht Düsseldorf noch attraktiver für internationale Studierende, Talente und Unternehmen."
Der Weg bis zu dem geplanten prestigeträchtigen Campus ist allerdings noch weit. Die Stadt stellt nach Worten Kellers das Grundstück bereit und erschließt den Standort. Bis zum ersten Quartal 2027 solle das Grundstückgeschäft abgeschlossen sein.
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

