Größere Flüchtlingsflut als 2015: "Die Lage ist aktuell sehr ernst"

Leipzig - Am Dienstag versprach Bundesinnenministerin Nancy Faeser (52, SPD) auf dem Flüchtlingsgipfel in Berlin, den Ländern 56 Immobilien mit rund 4000 dauerhaften Unterkunftsplätzen zur Verfügung zu stellen.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (64, SPD, l.) mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (52, SPD) beim Flüchtlingsgipfel.
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (64, SPD, l.) mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (52, SPD) beim Flüchtlingsgipfel.  © Wolfgang Kumm/dpa

"Das Angebot ist grundsätzlich hilfreich – in der Hoffnung, dass sich dabei auch Gebäude in Sachsen befinden", kommentiert Innenminister Armin Schuster (61, CDU).

"Die Herausforderung ist jetzt noch größer, als die der Fluchtbewegung des Jahres 2015", warnt Bert Wendsche (58, parteilos), Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetages und Oberbürgermeister von Radebeul.

Doch finanzielle Zusagen machte Faeser nicht. Wie sich der Bund an den Flüchtlingskosten beteiligen will, soll in einer Bund-Länder-Runde Anfang November geklärt werden.

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Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (64, SPD) macht Druck: "Die Lage ist aktuell sehr ernst. Denn in vielen Städten sind alle Aufnahmeeinrichtungen voll belegt und das schon vor dem Winter."

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa

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