NRW warnt vor Schweinepest: Welche Rolle EM-Touristen dabei spielen

Düsseldorf - Das Land NRW hat Touristen wie Einheimische dazu aufgerufen, wegen der Afrikanischen Schweinepest aufzupassen. Nach einem positiven Fall in Südhessen geht es darum, den Erreger unbewusst nicht weiterzuverbreiten - das kann auch Fußballtouristen passieren.

Wildschweine wie dieses können an dem ASP-Erreger sterben. Fußballtouristen können ihn weitertragen (Symbolbild).
Wildschweine wie dieses können an dem ASP-Erreger sterben. Fußballtouristen können ihn weitertragen (Symbolbild).  © 123rf/photocech

In einer Mitteilung des Ministeriums heißt es, die Gefahr, dass sich die Afrikanische Schweinepest in Nordrhein-Westfalen ausbreitet, sei aktuell hoch.

Zunächst betrifft diese Warnung vor allem Landwirte und Jäger, die ein Auge auf auffällige Tiere haben sollen.

Aber: Auch Touristen der gerade laufenden Fußball-Europameisterschaft stehen im Fokus.

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Der Grund: Der sogenannte ASP-Virus kann auch von Menschen weitergetragen werden. Das Ministerium nennt da zum Beispiel ein arglos weggeworfenes Wurstbrot an der Raststätte oder sonstige Abfälle, die dann von anderen Tieren gefressen werden könnten.

Wer beim Waldspaziergang ein totes Wildschwein findet, sollte umgehend das Landesumweltamt kontaktieren. Entweder per Telefon (0201/714488) oder per E-Mail unter nbz@lanuv.nrw.de.

Bislang noch keine Verdachtsfälle in NRW

Auch Fußballfans können durch kleine Unachtsamkeiten den Virus weiterverbreiten (Symbolbild).
Auch Fußballfans können durch kleine Unachtsamkeiten den Virus weiterverbreiten (Symbolbild).  © Christoph Soeder/dpa

Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen und andere Tierarten wie Hund oder Katze zwar ungefährlich, für Haus- oder Wildschweine kann sie jedoch tödlich sein.

Seit 2020 wurden immer wieder Fälle der Seuche registriert. Zuletzt vor einer Woche im südhessischen Landkreis Groß-Gerau. In NRW gab es bisher dagegen noch keine Verdachtsfälle.

Titelfoto: Bildmontage: 123rf/photocech , Christoph Soeder/dpa

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