Namhafte Unterstützung im Lützerath-Streit: Luisa Neubauer besucht Braunkohle-Revier

Erkelenz - Wenige Tage vor einer möglichen Räumung von Lützerath zur Kohlegewinnung wollen Klimaaktivisten am heutigen Sonntag (10 Uhr) über ihre geplanten Protestaktionen informieren.

Klimaaktivistin Luisa Neubauer (26) hat angekündigt, am Wochenende Lützerath zu besuchen.
Klimaaktivistin Luisa Neubauer (26) hat angekündigt, am Wochenende Lützerath zu besuchen.  © Annette Riedl/dpa

Vorstellen will sich das Bündnis "Lützerath unräumbar", zu dem sich den Angaben zufolge unter anderem Organisationen und Initiativen wie Ende Gelände, Fridays for Future, Alle Dörfer bleiben und Letzte Generation zusammengeschlossen haben.

Geplant sei auch ein "öffentliches Aktionstraining für die geplanten Aktionen zivilen Ungehorsams", hieß es. Danach soll es einen sogenannten Dorfspaziergang geben.

Zu diesem "Dorfspaziergang" - Lützerath besteht aus nur noch wenigen ehemaligen Gehöften und Häusern - wird auch die Klimaaktivistin Luisa Neubauer (26) erwartet. Sie rief Unterstützer auf, ebenfalls zu kommen.

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"Die Gesellschaft ist bereit, für eine sichere und nachhaltige Welt einzustehen, das werden wir in Lützerath zeigen. Beim Dorfspaziergang am Sonntag und in den nächsten Wochen", hatte sie angekündigt.

Besetztes Lützerath könnte schon in wenigen Tagen geräumt werden

Der Energiekonzern RWE will das rheinische Lützerath abreißen, um die darunterliegende Kohle abzubauen. Aktivisten, die in dem verlassenen Weiler leben, haben Widerstand dagegen angekündigt, doch die schwarz-grüne NRW-Landesregierung will das Dorf von der Polizei räumen lassen - möglicherweise schon in wenigen Tagen.

Die Vorbereitungen laufen bereits. Sie verweist darauf, dass im Gegenzug der Kohleausstieg um acht Jahre auf 2030 vorgezogen worden sei.

Titelfoto: Annette Riedl/dpa

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